Nationalparkhaus Wien-Lobau, Dechantweg 8, 1220 Wien. Kontakt: Tel 01/4000-49495, -97920
Die Lobau, die ihr Entstehen dem Wasser verdankt, bildet den Rahmen eines interessanten Zusammentreffens zweier Künstlerinnen.
Unter dem Titel ?Wasser-Visionen? zeigen die Malerin Traute Molik-Riemer und die Dichterin Christl Greller - auf Einladung der MA 49-Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien - ihre Sicht des Wassers. In ungewöhnlichen Texten und in Form faszinierender Ölbilder beschreiben sie auf unterschiedliche Weise die Schönheit und subtile Eigenart des Elements, das das Gesicht unseres Planeten - und auch den Lebensraum Lobau - entscheidend mitbestimmt.
Von Dampf bis Eis ist Wasser Thema vieler Gedichte der Dichterin Christl Greller, die bei dieser Lesung auch die Folgen einer Klimaveränderung für unser Trinkwasser in einem utopischen Krimi erahnen lässt.
Christl Greller stammt aus Wien und schrieb für die Internationale Werbebranche, bevor sie sich 1995 dem literarischen Schreiben widmete. Der Dramatiker Wolfgang Bauer sagt über die Autorin: "In ihrem feinen, unprätentiösen Schreiben spielt vieles zugleich, was Literatur ausmacht: die Geschichte in der Nicht-Geschichte, die Krimi-Spannung in der Beobachtung..., der scheinbar angepeilte Plot, der sich überraschenderweise in nichts auflöst und somit zum Kunst-Plot wird." Inzwischen hat Christl Greller 3 Gedichtbände, 2 Erzählbände und 1 Roman veröffentlicht. Heuer kommt ein neuer Gedichtband heraus.Sie wurde - speziell für Lyrik ? mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. Mehr: www.greller.at
Malerin Traute Molik Riemer ist fasziniert von der zeitlupenähnlichen Bewegung schwimmender Menschen unter Wasser und abstrakt anmutender Wasseroberflächen.
Traute Molik-Riemer wurde in Kiel geboren und wuchs in Österreich auf. Nach dem Studium der Bildhauerei bei Prof. Hans Knesl an der (jetzigen) Universität für Angewandte Kunst in Wien arbeitete sie als freischaffende Grafikerin und Illustratorin. Seit 1990 beschäftigt sie sich mit Druckgrafik, insbesondere Radierung, wofür sie 2005 den Robert-Schmitt-Preis der Kleinen Galerie Wien erhielt. 2003 begann sie mit der Serie ?Wasser-Visionen?, großformatige Ölbilder, die sie bereits im In- und Ausland präsentiert hat. 2006 initiierte sie das Kunst- und Literaturprojekt "Tagebuchtag". Infos: www.traute-molik-riemer.de.vu. www.tagebuchtag.at.
Ohne Wasser wäre kein wie immer geartetes Leben auf der Erde möglich. Trotz dieser Einsicht wird noch viel zu wenig unternommen, um dieses einzigartige Element entsprechend zu schützen. Die Texte von Christl Greller und die Bilder von Traute Molik-Riemer dienen auch als Mahnung, dieses wertvollste Gut, das wir besitzen, für die Zukunft zu erhalten.
Aussender: Christl Greller, greller@aon.at , www.greller.at