Literatursalon: Lesung
Für nichts weniger als einen "Geniestreich" hält Ina Hartwig (Frankfurter Rundschau) das Buch über einen egomanischen und narzisstischen Protagonisten der internationalen Finanzwelt, der im Verlauf der Handlung immer tiefer in einen Strudel aus "Macht und Regression, Einsamkeit und Rausch" gerät.
Die Form des Romans, das Verschränken und Beschreiben von Motivketten, das detailgenaue Nachzeichnen eines Gedankeflusses, sind das poetische Instrument, mit dem die Autorin einer Persönlichkeit auf den Grund geht, für die Macht und Geld nicht mehr Mittel oder Standessymbole sind, sondern sexuelle, seelische und ästhetische Komponenten des Selbst.
Streeruwitz nimmt als Schriftstellerin die immer wieder zur politischen Themen Stellung: "Ob Streeruwitz über Frauenleben oder Geschlechterkampf, Globalisierung oder Terrorismus schreibt ? stets operiert sie auf der Höhe der Zeit." (Neue Zürcher Zeitung)
Fr, 17. April 2009 um 19.30 Uhr in der Schlossgärtnerei Wartholz, Hauptstraße 113, 2651 Reichenau an der Rax, Karten: ? 14/16, Tel 02666/522 89, www.schloss-wartholz.at
Aussender / Infos: www.marlenestreeruwitz.at , www.schloss-wartholz.at