Im aktuellen Programm der Weinviertler Philharmoniker finden sich neben Kompositionen des Jubilars Joseph Haydn noch Werke dreier Komponisten mit dem Anfangsbuchstaben ?B?: Beethoven, Bruch und Brahms - sie waren alle drei durch Haydn in verschiedenster Weise beeinflusst. Eröffnet wird das Konzert mit der Ouvertüre zu Goethes Schauspiel ?Egmont? von L. v. Beethoven, der ja in seiner ersten Zeit in Wien ein Schüler Haydns war. Es folgt das berühmte Violinkonzert von Max Bruch. Der erste Konzertteil endet mit dem ungarischen Tanz Nr1 von Johannes Brahms. Auch Brahms war von Haydns Kompositionen angetan ? er schrieb u.a. ein Orchesterwerk ?Variationen über ein Thema von J. Haydn?.
Ganz dem Jubilar ist der zweite Teil gewidmet. Das Klavierkonzert in D und die Sinfonie mit dem Paukenschlag zählen zu seinen bekanntesten Werken. Das Klavierkonzert hat Haydn, ganz anders als Wolfgang Amadeus Mozart, nicht komponiert, um sich selbst als Solist zu präsentieren. Es fehlt ihm aber weder an spektakulärer Virtuosität noch an lyrischer Innigkeit; das prägnante thematische Material wird auf originelle, spritzige und kurzweilige Weise verarbeitet. Seinen Sinn für musikalischen Humor beweist Haydn im zweiten Satz der Sinfonie Nr 94. Als er das Publikum schon ob des langsamen und immer leiser werdenden Themas eingeschlafen wähnt, entreißt er es mit dem berühmten Paukenschlag abrupt aus seinen Träumen.
Besetzung Weinviertler Philharmoniker: Violine: Theresa Körbel, Klavier: Jaqueline Schodl, Leitung: Roland Bentz. Die erst 15-jährige Violinistin Theresa Körbel ist die Solistin bei Max Bruchs Violinkonzert. Die Schülerin von Roland Bentz ist Preisträgerin beim Wettbewerb ?prima la musica? und besucht das Wiener Musikgymnasium. Für den Klavierpart konnte als Solistin Jaqueline Schodl gewonnen werden. Sie unterrichtet an der Musikschule Staatz und ist als brillante Kammermusikerin sowie Korrepetitorin im ganzen Weinviertel und darüber hinaus bekannt. Die Weinviertler Philharmoniker sind ein Symphonieorchester unter der Leitung von Roland Bentz. Die Mitglieder des Orchesters - vom fortgeschrittenen Musikschüler, über den Hobbymusiker bis zum Lehrer und Berufsmusiker aus den Bezirken Mistelbach, Gänserndorf und Korneuburg - nehmen weite Anreisen zu den Proben in Kauf - und das an jedem Sonntag. Der Name ?Philharmoniker? ist natürlich ein augenzwinkernder Bezug auf jene Kollegen in Wien, deren Ruhm die Weinviertler noch nicht erreicht haben. Doch weist er auch auf die Hauptinstrumentierung im Orchester hin - nämlich die Streicher. Das soll keine Abgrenzung zu den Bläsern sein, im Gegenteil, lädt man sich doch Holz und Blech, ja sogar Pauken zum Musizieren ein - es geht halt nicht ganz ohne.
Aussender / Infos: Roland Bentz, www.roland.bentz.com , roland@bentz.com