Gut Gasteil, Kunst in der Landschaft VIII - Jahresthema ?so nah ? so fremd?
Beim Kunstwerk ?Masken (cans and heads)? handelt es sich um eine Installation und Intervention in der hügeligen Landschaft von Gasteil. Der Titel ?so nah so fremd? wird mehrfach in seiner Doppelbedeutung bearbeitet.
Das Werk selbst besteht aus bearbeiteten Gießkannen, die, zu Maskenköpfen umgewandelt, auf Holzstelen befestigt sind. Diese Stelen bilden Gruppen ? im Gespräch. In die Masken kann man mit dem Kopf hineinschlüpfen, sich sozusagen verwandeln. Die Masken selbst muten durch ihre starke Farbigkeit afrikanisch an. Wasserkannen werden zwar weltweit verwendet, die Ware ?Gießkanne? ist aber ein typisches Objekt des Kleinbürgers, des Schrebergärtners, daher sind sie uns nah. Die Verwandlung in Masken betont eher den Begriff fremd (Afrika-Naturvölker). Stellen sich mehrere Aktivisten in die Köpfe hinein und beginnen ein Gespräch, so wird einem bewusst, dass bei der Kommunikation zwar Nähe vorhanden ist, aber man sich durch die ?Verkleidung? schützt und eine Ferne (Fremdsein, Abstand) gefühlsmäßiger Art entsteht. Das Kunstwerk ist interaktiv, kann sozusagen benützt werden, den Masken wird dadurch Leben eingehaucht. ?Für den Träger sind sie magische Harnische. Sie schützen uns und holen unsere tiefere Persönlichkeit herauf. Immer spürt man, wenn man die Maske aufsetzt, eine plötzliche Erleichterung: das Glück, unsichtbar zu sein. Das Kind hat es gespürt und der Erwachsene wird unter der Maske wieder zum Kind.? (Zeit Magazin vom 19.2.2009) Mai 2009 Manfred Gaderer
Eröffnung am Sa, 2. Mai 2009 um 18.00 Uhr im Gut Gasteil in Prigglitz, Johannes und Charlotte Seidl, Gasteil 1, 2640 Prigglitz
Aussender / Infos: Manfred Gaderer, manfred_gaderer@aon.at , www.gutgasteil.at und www.kunstundkannen.blogspot.com