Samstag, 6. Juni 2009, 19.30 Uhr
ITALIENISCHE NACHT UNTERM LOOSDORFER HIMMEL
für Streichquartett und Sopran, mit Christian Altenburger, Reinhard Latzko und Studenten.
Dieser heiter-wehmütige Abend schenkt uns Juwelen italienischer Komponisten. Die Crisantemi von Puccini, eine Gelegenheitskomposition, die sich durch emotionale Intensität auszeichnet und so gelungen ist, dass Puccini einige Themen weiter verwendete. Das Stabat Mater von Pergolesi gilt als die letzte vollendete Komposition des früh verstorbenen Komponisten und war im 18. Jahrhundert das am häufigsten gedruckte Musikstück. Eine Perle aus dem Schaffen Verdis ist das Streichquartett in e-moll, komponiert im Frühling 1873 in Neapel. Der Anekdote nach handelte es sich bloß um Handgelenksübungen eines sehr gelangweilten Komponisten. Doch dieser untertrieb. Die Uraufführung servierte Verdi am Abend einigen Freunden, die höchst angetan und erfreut waren.
Mittwoch, 10. Juni 2009, 19.30 Uhr
KLASSISCHE VERFÜHRUNG ZUM EXPERIMENT
mit dem Bläserquintett "Die 5 BAGATELLEN", ein Programm nicht nur für Kinder.
Der Mittwochabend ist ganz diesen besonderen Blasinstrumenten und sehr unterschiedlichen Stücken gewidmet. W.A. Mozart schrieb einige kleinere Werke für die Flötenuhr, auch Orgelwalze oder Orgelwerk genannt, ein mechanisches Musikinstrument. Eine dieser Kompositionen wurde für Blasquintett umgeschrieben. Josef Haydn gibt in seinem Divertimento jedem der 5 Instrumente wunderbar die Stimme. Luciano Berio lässt die Musiker experimentieren und Ungewohntes hören ? erzählend, spielend, tönend. Mit Paul Taffanel und Jaques Ibert kommt Musik aus Frankreich, einem Land mit einer besonders hochstehenden virtuosen Holzbläserkultur.
Samstag, 13. Juni 2009, 19.30 Uhr
ZWEI UND ZWEI- Textspiel für zwei Duos für Violine und Cello
mit Franz Markus Siegert, Violine; Maria Grün, Violoncello und Schauspielern des Max-Reinhard Seminars.
Durch Zoltan Kodaly ist ungarische Lebensfreude zu erfahren - inspiriert durch die Volksmusik. F.M. Siegert und M. Grün lassen ihre Instrumente singen.
In diese Musik eingebettet lesen Schauspieler des Max-Reinhardt-Seminars Texte von Agota Kristof, der ungarisch-schweizerischen Schriftstellerin, deren Roman "Das große Heft" etlichen Kritikern als "unvergessliche Provokation" in Erinnerung ist. Erstaunt zeigte sich ein Kritiker über Kristofs Antwort auf die Frage, wie sie sich ein weiteres Leben in Ungarn vorgestellt hätte: "Härter, ärmer, denke ich, aber auch weniger einsam, weniger zerrissen, vielleicht glücklich."
Karten: 5.- / 10.- / 15.- Euro
Aussender, Auskunft und Anmeldung: Verena Piatti, Tel 0676/52 49 125 oder 02524/82 22 Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, www.schloss-loosdorf.at