Ausstellungsbrücke 24. Juni - 2. August 2009
Der hochbetagte Philosoph und Maler präsentiert seine Bilder und Keramiken im Spannungsfeld von kosmischen Gesetzen und irdischen Schiksalsereignissen. Seine beiden Bücher "Feuervogel" und "Im Fadenkreuz" (Neuerscheinung) wird er ebenfalls bei der Vernissage vorstellen.
Eberhard Exel
Kunst ist unter anderem der Ausdruck der inneren Einstellung, die bei dem über 80jährigen stets mit Denken, Wissen, Weisheit, Glaube und Zweifel zu tun hat. Seine Jugend verbrachte Eberhard Exel im Waldviertel, um später in seinem Beruf Niederösterreich treu zu bleiben. Hauptteil des malerischen Schaffens sind Themen der alten Griechen, der Bibel, Metamorphosen verschiedenster Ausrichtung. Analytisch wird der Inhalt zerlegt und quasi mit kräftigen, starken Farben auf dem Bildträger wieder zusammengesetzt. Es entstehen symbolhafte Auseinandersetzungen, die in Gemeinschaft mit anderen Elementen ? Versuchen, Verstehen, Begreifen ? vom Künstler gesteigert wurden. Anders wie in der Malerei tritt bei den Skulpturen von Eberhard Exel eine fast barocke Vehemenz und Fröhlichkeit auf (Bacchus, Tag-Nachtfrau, Auferstehung). Mag. Edith Bilek-Czerny, Kunsthistorikerin
Eberhard EXEL, geboren als Sohn des Landwirtschaftsrates Dr. Dipl. Ing. Emmerich Exel am 14. 4. 1926 in Göpfritz an der Wild im niederösterreichischen Waldviertel. 1943 Reifezeugnis in der Oberschule Gmünd. 1944-45 Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1946-48 Hilfsarbeiter und Keramik-Lehrling. 1949 Aufnahme in den Zolldienst. 1954 Privatschüler bei Prof. R. C. Andersen. 1965 Vorstand des Zollamtes Gmünd. 1970 Leiter des Bahnzollamtes St. Pölten. 1982 Vorstand des Zollamtes St. Pölten. Widerspruch und Schöpfergeist wurzeln in der Herkunft, väterlicherseits eine alte Freibauernfamilie, von der Mutterseite eine Bürgerfamilie (Stammhaus in Linz am Graben, 1683). Brachte das väterliche Erbe wissenschaftliche Interessen und wirtschaftliche Begabung, so kamen von der Mutterseite die künstlerische Neigung und das freisinnige Denken. In diesem Spannungsfeld erfuhr der Künstler sprunghafte Entwicklungen ebenso wie tiefe Krisen, aus deren Bewältigung eine Biographie entstand, die zugleich ein Tagebuch des Erlebten, wie eine Vision des Möglichen darstellt und uns in poetischen Bildern und Texten vermittelt wird.
Feuervogel - Ein Bildtagebuch - Bibliothek der Provinz
27 x 21 cm, 160 Seiten, 29,? ? (49,00 sfr), ISBN 3-85252-329-X
Im Fadenkreuz - Von der Teilchenphysik bis zur Familienaufstellung
27 x 21, cm 208 Seiten, 30,? ? im Eigenverlag
Kontakt: Eberhard Exel, Waldhäuser 59, 3871 Steinbach-Nagelberg
Tel 028 59/7311, http://eberhardexel.jimdo.com
Aussender: Ingrid Loibl, Ausstellungsbrücke - Niederösterreichische Landesregierung, Abteilung für Kultur und Wissenschaft, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, ausstellungsbruecke@noel.gv.at , Tel 02742/9005-16 269