Das Prinzip von "Restaurant Transformable"
"Restaurant Transformable" ist ein Überbegriff für künstlerische Positionen, die das Thema "Kochen als Form der bildenden Kunst" bearbeiten. In diesem Zusammenhang werden Kochperformances mit architektonischen Elementen und bildender Kunst verbunden.
Die "Restaurant Transformable"-Küche ist eine temporäre architektonische Installation. Ihre Adaption bezüglich Größe und Konfiguration hängt von den räumlichen Gegebenheiten und der Performance ab, die darin stattfindet. Nach ihrer Benützung verschwindet diese vollständig.
In diesem Projekt wird das Thema Automatisierung ästhetisch aufgegriffen. Die Küche wird in Form eines Produktions-Fließbands gebaut, das jedoch nicht von Maschinen, sondern von Menschen betrieben wird. Schmale lange Zubereitungstische setzen thematisch die Ästhetik eines Fließbands um. Auf der Arbeitsfläche befinden sich Anleitungen für einzelne Arbeitsschritte, welche die Teilnehmer, die den Arbeitsplätzen zugeteilt sind, genau an diesen jeweiligen Positionen auszuführen haben. Diese Anordnung der Arbeitsabläufe und der Kochanleitungen im Raum können als eine Orchestrierung von Rezepten interpretiert werden.
Directors Cut
In bisherigen "Restaurant Transformable"-Versionen entstand der Wunsch, diese temporäre Installation für einen längeren Zeitraum zu bearbeiten, um die Interventionen zu erweitern und Bilder und Skulpturen umzusetzen. Das MAK-Schindler Stipendium in Los Angeles war die perfekte Gelegenheit, eine Mischung aus modularem Koch-Labor, Atelier und Restaurant direkt in das Apartment zu installieren, mit der Option, diese während den sechs Monaten zu aktualisieren und zu erweitern. So wurden zum Beispiel ein modulares Küchensystem aus Einkaufswägen oder ein spezielles Ausstellungs-Wandsystem für Zeichnungen und Bilder entwickelt.
Auditive Umgebung
Während der interaktiven Performance wird eine auditive Umgebung geschaffen, die aus den Geräuschen des Zubereitungsvorgangs besteht. Diese werden von Mikrophonen abgenommen, die sich auf den Messern und Töpfen befinden. Die Signale werden im PC verarbeitet, über eine Soundanlage wieder zurück in den Raum gespielt, und erweitern so die Raumsituation.
Output
Während und zwischen den Performances arbeitet Rainer Prohaska an Zeichnungen, Bildern und Skulpturen. Dabei arbeitet er mit Essensresten und der Verpackung von Lebensmitteln. Am Ende soll alles, was für den Kochprozess benötigt wurde, in den Performance- und Ausstellungsraum integriert sein.
Diese Arbeiten, Erweiterungen und Transformationen wurden zwischen Juni und August an vier ausgebuchten Abenden, einer Mischung aus Kochperformance und Präsentation, vorgestellt.
Alle bildenden Arbeiten sind Teil der Abschlussausstellung im MAK Schindler Haus in Los Angeles.
Abschlussausstellung:
3. - 5. September 2009 - Eröffnung 3. September 2009, 19 Uhr
MAK Center / Schindler House
835 North Kings Road
90069-5409 Los Angeles ? USA
Involvierte Personen:
Rainer Prohaska: Konzept, Künstler, Chefkoch
Eva Grumeth / Grundvier: Ausstattung, Produktion
Dominik Traun: Sound
Künstlerkontakt: Rainer Prohaska, mail@rainer-prohaska.net, www.rainer-prohaska.net
+1 323 202 0905 (USA), +43 650 6000776 (Österreich)
Pressekontakt: Eva Grumeth / Grundvier, eva@grundvier.com , www.grundvier.com , 0650/60 00 382
Presse-Download: www.rainer-prohaska.net/rt/press.htm
Aussender: Rainer Prohaska, mail@rainer-prohaska.net