(gegenüber dem Landeskindergarten)
Der alte jüdische Friedhof St. Pöltens wurde 1859 angelegt und 1906 im Zuge der Errichtung des Stadtfriedhofs geschlossen. Rund um das Areal ? ein jüdischer Friedhof kann nicht aufgelassen werden ? wuchs unterdessen die Stadt weiter. Erst 1938, wohl während der ?Kristallnacht?, stahlen die Nazis die Grabsteine und beraubten dadurch die Verstorbenen, die bis heute auf dem brachen Areal liegen, ihrer Namen.
Das Projekt ?Neugestaltung des alten jüdischen Friedhofs St. Pölten? wird die Namen der Toten wieder lesbar machen und auf dem Gelände einen Gedächtnisort für Juden und Nichtjuden schaffen.
Am Dienstag um 19.00 Uhr wollen wir des Novemberpogroms gedenken und dieses Projekt vorstellen.
Programm
Begrüßung durch Dr. Christoph Lind und Dr. Georg Traska: Vorstellung der Geschichte des Ortes und des Projekts
Mag. Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
Mag. Matthias Stadler, Bürgermeister der Stadt St. Pölten
Generalsekretärin Mag. Hannah Lessing, Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus
Abgeordneter zum Nationalrat Ewald Sacher, Obmann des NÖ Kulturforums
PD Dr. Martha Keil, Institut für Jüdische Geschichte Österreichs
Am Ende der Feier wird Dr. Hans Morgenstern, dessen Ururgroßvater auf dem Friedhof begraben liegt, Kaddisch (Heiligungsgebet) sagen
Die Herren werden darum gebeten, auf dem jüdischen Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen. ? Wenn Sie zur Veranstaltung Kerzen mitbringen, wäre es besser, wenn sich auf diesen keine Kreuze befinden.
Das Projekt ?Neugestaltung des alten jüdischen Friedhofs St. Pölten? wird gefördert durch: NÖ Kulturforum, Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus
Aussender: Dr. Christoph Lind, Institut für Erinnerungskultur und historische Intervention, Mobil 0676/729 12 72, c.lind@utanet.at , www.iehi.eu