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Infos der Kulturvernetzung Niederösterreich

IG Kultur Österreich - Kulturrisse 04/09

?Alles nur geklaut? ? Ringen um das Recht auf die Kopie?

Das aktuelle Ringen um eine Neuformulierung der Regelungen zum Copyright im digitalen Zeitalter sind Anlass für den Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe. Die Oppositionen starten mit einem kurzen Glossar zum UrheberInnenrecht von Clemens Apprich, das Auskunft gibt zu wesentlichen Eckpfeilern der gegenwärtigen Debatten. Paul Stepan zeigt in seinem Text historische Entwicklungen bis zum heutigen Tag auf und konstatiert, dass durch das Internet und hier im Speziellen seit der Entwicklung von Napster Information zu einem tatsächlich öffentlichen Gut geworden sei; der Versuch, ?die Rechtsordnung über diesen technologischen Bruch zu retten? habe nun zu einer Situation geführt, ?in der es nur VerliererInnen gibt?. ?Content ? das Öl des 21. Jahrhunderts? zwischentitelt Juliane Alton in ihrem Beitrag zum ?UrheberInnenrecht im Irrgarten der Interessengruppen?. Sie benennt dessen eigentliche Ziele nochmals, um sich dann den ProtagonistInnen der gegenwärtigen Diskussionen in Österreich zu widmen. Dass neue Geschäfts- und vor allem Denkmodelle nötig sind, war Konsens in dem von den Kulturrissen mit den Medientheoretikern Volker Grasmuck und Felix Stalder geführten Gespräch. Während Grassmuck als deklarierter Befürworter der so genannten Kulturflatrate gilt, hält Stalder in erster Linie die Diskussion darum für Impuls gebend. Christina Nemec fokussiert in ihrem Text auf Musik, primär jene jenseits der Musikindustrie und deren ProtagonistInnen im Spagat zwischen neuen Formen der Produktion bzw. Verbreitung und weniger neuen Modellen der sie eigentlich vertretenden Verwertungsgesellschaften. Abschließend widmet sich Franz Thalmair dem Google-Touch: Seit 2004 hat Google mit Unterstützung renommierter Bibliotheken Millionen von Büchern digitalisiert, doch nicht alle AutorInnen und RechteinhaberInnen zeigten sich von der ?digitalen Weltbibliothek von Alexandria? begeistert. In ganz Europa haben in jüngerer Zeit Studierende gegen Bildungs?reformen? und die Prekarisierung von Lebens- und Arbeitsverhältnissen protestiert. Die Kulturrisse haben in Heft 02/09 die Kämpfe, Besetzungen und Streiks thmatisiert, aber auch die Universität als Institution, gegen die sich die Proteste richten, aus der heraus sie aber auch entstanden. Die Rubrik ?Kulturpolitiken? der neuesten Ausgabe wartet nun mit einem kleinen Subschwerpunkt zur Studierendenbewegung in Österreich auf, deren Entwicklung wir auch weiterhin begleiten werden.

Bestellungen: Kulturrisse 04/09 ?Alles nur geklaut? ? Ringen um das Recht auf die Kopie?
Einzelpreis: 6,00, Jahresabo: 22,00 StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x im Jahr)

Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich:
In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Phil, Walther König (MQ), Winter
In Linz: Lentos Shop
In Berlin: b_books, pro qm

Aussender: IG Kultur Österreich, Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien, ZVR: 998858552, Tel 01/503 71 20, Fax 01/503 71 20 ? 15, www.igkultur.at

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