Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie. Der Preis kann auf bis zu 3 Bewerbungen aufgeteilt werden und beträgt insgesamt 15.000.- Euro. Einreichtermin: 31. März 2010 (Poststempel). Ausgezeichnet werden Personen / Institutionen, die sich im Rahmen ihres Lebenswerkes / in ihrer täglichen Arbeit
- für Demokratie / Geschlechterdemokratie / Minderheitenrechte engagieren oder
- sich für den Dialog in der politischen Auseinandersetzung, in der Kunst und in gesellschaftlichen Fragen als Ausdruck der Toleranz und der Integration einsetzen. Die vierte Ausschreibung des Demokratiepreises erfolgt in Erinnerung an Margaretha Lupac, die im Jahr 2010 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte und die Gründung der Stiftung des Parlaments ermöglicht hat. Mit dem Geburtsjahr 1910 gehört Margaretha Lupac zu jenen Österreicherinnen und Österreichern, die die entscheidenden Ereignisse, die später zur Gründung der 2.Republik führten, als unmittelbare Zeitzeugen erlebt haben. In ihren letzten Lebensjahren hat sie in zahlreichen Gesprächen Einblick in die ersten Erinnerungen an Kaiser Franz Josef, den 1. Weltkrieg und den Untergang der Monarchie mit den dadurch ausgelösten Umwälzungen in Politik und Gesellschaft gewährt. Sie hat über ihre Erlebnisse während des 2. Weltkriegs und in der Nachkriegszeit berichtet. Margaretha Lupac war durch die dramatischen Erinnerungen an diese Zeit von der Bedeutung Österreichs als Heimatland, von demokratischem Bewusstsein und Toleranz als prägende Elemente einer offenen Gesellschaft überzeugt.
Margaretha Lupac zählte aber auch zur Generation jener Frauen, die am Wiederaufbau der 2. Republik entscheidenden Anteil hatten. Die Margaretha Lupac ?Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie lädt daher ausdrücklich Leistungen und Initiativen auf dem Gebiet der Geschlechterdemokratie zur Teilnahme am Wettbewerb ein. Im Mittelpunkt der Margaretha Lupac - Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie stehen die Förderung von Parlamentarismus und Demokratie sowie von Toleranz im politischen Diskurs, in Fragen der Kunst und der gesellschaftlichen Entwicklungen. Mit dem alle zwei Jahre zur Ausschreibung gelangenden Demokratiepreis sollen jene Verdienste von Persönlichkeiten und Einrichtungen ausgezeichnet werden, die sich im Rahmen des Stiftungszwecks besonders engagieren. Es ist der Stiftung ein besonderes Anliegen, jene Leistungen nicht nur ins Rampenlicht zu stellen, sondern einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zumachen und dadurch Impulse für das Engagement in diesen Bereichen zu setzen. Die bisherigen Preisträger des Demokratiepreises waren
2004 ? International Business College Hetzendorf, eine UNESCO-Schule, die die Begriffe ?Jugend ? Zukunft ? Demokratie? in idealer Weise miteinander verbindet und damit stellvertretend für jene Schulen steht, die dieses demokratische Schulkonzept umsetzen.
2006 ? Univ.Prof.Dr. Joseph Marko für seinen Beitrag am Aufbau der Verfassungsgerichtsbarkeit in Bosnien-Herzegowina.
2008 ? Ganztagsvolksschule Europaschule im 20. Wiener Gemeindebezirk und Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen. Die Volksschule Europaschule thematisiert nicht nur soziales Lernen und Migration, sondern pflegt auch den interreligiösen Dialog. Durch Partnerschulen in Bratislava, Istanbul und Paris werden die lokalen, nachhaltigen Projekte noch vertieft. Ziel der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ist die Identität als Muslim/Muslimin mit dem Bewusstsein der Zugehörigkeit zu Österreich zu verbinden. Dabei spielt die Vernetzung innerhalb der Zivilgesellschaft eine besondere Rolle.
Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen für die Ausschreibung erhalten Sie unter: Margaretha Lupac-Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie, Dr. Karl Renner - Ring 3, 1017 Wien, Dr. Susanne Janistyn, Tel 01/40 110 2216 DW, lupacstiftung@parlament.gv.at oder unter www.parlament.gv.at.
Aussender: Margaretha Lupac-Stiftung, Team Demokratiezentrum Wien