Der Verein Alte Schmiede in Schönberg am Kamp lädt zur Eröffnung der Ausstellung von Helga Cmelka.
Es spricht Kulturwissenschaftlerin Dr. Theresia Hauenfels.
Ausstellungsdauer: bis 25.4.2010
Helga Cmelkas Bilder evozieren Assoziationen an die Landschaft, wenngleich die formalen Feinheiten der Oberfläche ihre Wirkung prägen. Die vielfältigen Strukturen entstehen durch eine subtile Verbindung von Textil, Leinwand und Farbe. ... Ihre Siebdrucke und Leinwandbilder sind abstrahierte Übersetzungen der Natur, die oft weit von den realen Situationen und Orten wegführen und sind doch stets durch die Stimulation und die sensible Wahrnehmung der Landschaft entstanden. (Mag. Silvie Aigner)
In einem Text über Helga Cmelkas ?clouds? (Objekte), schreibt Marina Griesser-Stermschegg, dass sie vergnügt von der ?Leichtigkeit des Seins? berichten. Und im selben Text : ? Die Natur aber mit Kunst bespielen, als wäre die Kunst Natur? Und dabei das Immaterielle materiell fassbar machen? Helga Cmelka nähert sich mit ihrer Serie von ?clouds? diesem scheinbar zum Scheitern verurteilten Versuch erfolgreich an. Sie konturiert, bindet, verdichten und modelliert Wolkenkörper aus verzinktem Eisendraht und durchwebt diese Körper mit einem dichten Netz von weißen, grobmaschigen Gewebebändern aus Polyester. Eine erstaunliche Kombination. Hartes Eisen und synthetisches Polyester als Material für etwas, das per definitionem aus Wasserdampf und Dunst besteht. ??
Ihre Objekte, die so duftig, fragil und zerbrechlich wirken, sind in Wirklichkeit hart und stabil. Hunderte Meter von verzinkten Eisendraht werden in mehreren Schichten in und übereinander verknüpft, das Polyestergewebe wird dann hinein gewoben. Und wie in allen ihren Arbeiten gibt es ein Davor ein Dahinter und ein Dazwischen - Schicht über Schicht.
Ähnlich wie bei den Objekten verhält es sich bei den zweidimensionalen Arbeiten ? den Bildern und Siebdrucken. Was auf den ersten, schnellen Blick einfach, oft monochrom wirkt, erschließt sich bei näherem Hinsehen als Vielschichtig mit dichten Strukturen und zahlreichen Farbnuancen.
Ausgangspunkt ist meist textiles Material. ? Die ?Verwertung von Vorgefundenem?, die ?Modifikation innerhalb der eigenen Materialität? ist typisch für Cmelkas Arbeitsweise. Für die Grafiken und Bilder verwendet sie fertige Meterware, schneidet, zieht Fäden, näht, verspreizt, bündelt, verschiebt, schichtet und überdruckt Gewebe, in unterschiedlichster Beschaffenheit, Stärke und Struktur spielt dabei eine große Rolle. Sie fügt dem Material eine zusätzliche textile Struktur zu. ? ?der Faden ist die Linie, die Nadel wird zum Bleistift?
Alte Schmiede
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