Thementag ?Maria Himmelskönigin? am Sonntag, 2. Mai von 14.00 bis 18.00 Uhr
Die Verehrung der Heiligen bestimmte lange das bäuerliche Jahr. Lostage legten Beginn und Ende von Arbeiten fest, ein Stoßgebet zu einem Heiligen versprach Hilfe. Einen besonderen Rang nahm dabei die Gottesmutter Maria ein. Ihr wurde sogar ein ganzer Monat gewidmet. Seit dem Ende des 18 Jahrhunderts wird Maria mit Andachten geehrt. Am 5. Mai wird auch im Museumsdorf eine Maiandacht stattfinden. Rundherum rankt sich ein interessantes Rahmenprogramm. Um 14 Uhr wird Andrea Gründwald in ihrer Themenführung ?Maria Himmelskönigin? durch die sakralen Sammlung führen und anhand der Ausstellungsgegenstände über die volkstümliche Verehrung der Gottesmutter erzählen.
Der Chor ?Erdklang Weinviertel? nähert sich dem Thema Maria durch ein Konzert um 16.00 Uhr: Passend zu den unterschiedlichen Rollenbildern der heiligen. Maria, von der Gottesmutter bis hin zur Königin, wird verschiedene Chormusik geboten. Die Lieder reichen vom Weinviertler Bittlied über Madrigale des 16. Jahrhunderts. und einen Lobpsalm aus der russisch-orthodoxen Liturgie bis hin zum Wiegenlied aus Südafrika und zum Traditional aus Chile. Umrahmt wird die Veranstaltung mit Lyrik und persönlichen Gedanken, dargebracht von Johannes Rieder. Den Tag beschließt eine Maiandacht um 17.30 Uhr in der Marienkapelle.
Sonderausstellung ?Frauenfleiß ? Kunsthandwerk aus Nadel und Faden? Eröffnung am 2. Mai
Mit einer Sonderausstellung widmet sich das Museumsdorf ab 2. Mai weiblicher Handwerkskunst. Der Stolz jeder Hausfrau waren kunstvolle Handarbeiten. Die selbst gefertigten Stickereien und Klöppelarbeiten zeugen von Fleiß und Können der Landfrauen. Maria-Theresia Kiessling, die die Textilsammlung des Museumsdorfes seit vielen Jahren betreut, hat diese Sonderausstellung aus zahlreichen historischen Exponaten zusammengestellt. Die Ausstellung ist während der gesamten Saison 2010 zu sehen. Am Eröffnungstag am 2. Mai wird Maria Theresia Kiessling selbst anwesend sein und die Sammlung präsentieren.
Themenführung ?Der Mensch und seine Schutzheiligen? zu Christi Himmelfahrt, 13. Mai um 16.00 Uhr
Durch ihre Namenstage, die so genannten Lostage griffen die Heiligen in das Leben der Dorfbevölkerung ein. Mag. Marianne Messerer folgt ihren Spuren bei ihrer Themenführung. Zu Georgi, am 24. April begann die Arbeit am Feld und der Bauer stellte den letzten Arbeiter für dieses Jahr ein. Dem heiligen Georg ist die kleine Kapelle im Museumsdorf gewidmet. Auch die Handwerker hatten ihre speziellen Heiligen: Crispinus und Crispianus hatten armen Leuten unentgeltlich Schuhe gefertigt; sie starben als Märtyrer, als ihnen bei lebendigen Leib die Haut abgezogen wurde. Georg und Leonhard waren die Patrone der Schmiede, der Wirt hatte den heiligen Nikolaus zum Fürsprecher.
Auch für konkrete Probleme gab es Heilige und ein Stoßgebet. Angerufen wurden dabei mehr als einer: 20 Heilige halfen gegen Schlangenbiss, 30 gegen Gicht und Rheuma. Aus Dank für die Genesung seiner Töchter lies der reiche Tuchfabrikant Lennes eine Gelöbniskapelle errichten. Sie steht heute ebenfalls im Museumsdorf.
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