Anläßlich des 60. Jubiläums des ?Schuman-Planes?, der zur Gründung der Montan-Union und später zur ?Föderation Europas? führte, gab die im Aargau gegründete Wessenberg-Akademie die Entscheidung im 1. Euro-regionalen Geschichtswettbewerb ?Grenzen fließen? bekannt. Der Preis, um den sich Kulturträger aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien, Tschechien und Österreich beworben hatten, geht nach Österreich. Der Gewinner ist der Gründer der Kulturbrücke und des Museum Humanum im Waldviertler Grenzort Fratres, Dr. Peter Coreth, dessen Bemühungen um einen Kulturaustausch in Mitteleuropa und dessen Vermittlungsarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Weltbildern gewürdigt wird.
Grundlage von Coreths Bewerbung war ein Referat über ?Grenzerfahrungen mit Kunst? sowie der kürzlich erschienene Bildband ?Weltbilder im Spiegel der Kunst ? Die Sammlung Peter Coreth? (www.amazon.de). Für seine ?Initiative zur Überwindung von Grenzen? wird Coreth am 5. Juni im Schweizerischen St. Blasien den Preis ? eine wertvolle Statuette namens ?Der Magier? des deutschen Künstlers Johannes Dörflinger ? erhalten, die Dr. Erhard Busek vom Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) gestiftet hat. Unter den Mentoren und Schirmherren des Jeanne de Ferrette (Johanna von Pfirt)-Preises befinden sich u.a. das Internationale Zentrum für Europäische Bildung (CIFE), das Land Baden-Württemberg, die Schweizer Landesmuseen oder das ungarische Staatsarchiv, von österreichischer Seite Außenminister Dr. Michael Spindelegger, EU-Abgordneter Dr. Othmar Karas und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Der Preis erinnert an die aus dem Burgund stammende Jeanne de Ferrette, die Gattin Herzog Albrechts II., die im 14. Jahrhundert durch ihr diplomatisches Geschick zur Friedensstifterin zwischen Habsburg und Luxemburg wurde. Nach dem Willen seiner Stifter soll der Preis ?Geschichtsbewußtsein stärken, eine Brücke zwischen Mitteleuropa Ost und Mitteleuropa West schlagen und eine neue Periode der Kontakte zwischen den europäischen Menschen am Rhein und an der Donau? einleiten.
Aussender: Christa Binder, 0664/39 44 811, christabinder@aon.at