Alle sechs bis acht Wochen wurde auf einem Bauernhof einst Wäsche gewaschen, denn ein Waschtag, der ein bis zwei Tage dauerte, erforderte jede einzelne weibliche Hand.
Oft wurde schon am Vortag die Aschenlauge vorbereitet. Sie sorgte für weiches Waschwasser. Während die Männer den großen Kessel heizten ? übrigens die einzige Männerarbeit am Waschtag, schleppten die Frauen kübelweise frisches Wasser vom Brunnen an. In der Zeit weichte bereits die schmutzige Wäsche im Seifenwasser, denn die Kleidung starrte vor Schmutz.
Nach dem Kochen der Kleidung rückten die Frauen dem Schmutz auf Waschrumpeln mit mechanischer Kraft und Seife zu Leibe. Die Seifen hatte die Bäuerin selbst aus altem Fett hergestellt. Nun war neuerlich kübelweise frisches Wasser aus dem Brunnen zu pumpen, um die großen Bottiche zu füllen, in denen die Wäsche geschwemmt wurde. Endlich hing sie auf langen Leinen, die quer durch den Garten gespannt waren, zum Trocknen auf. Beim Bettzeug und heller Kleidung, die besonders weiß werden sollte, nutzte man die bleichende Kraft der Sonne und breitete sie auf einer Wiese aus.
Beim Waschtag, am 5. Juni von 13.00 bis 18.00 Uhr wird das Museumsdorf bei verschiedenen Stationen all diese Arbeitsvorgänge nachvollziehen und die Besucher dürfen ihre Geschicklichkeit mit Seife und Rumpel am Waschtrog testen.
Thementag: Waschtag im Museumsdorf - Der harte Weg zur weißen Wäsche Samstag, 5. Juni, 13.00 bis 18.00 Uhr
Weitere Veranstaltungen an diesem Wochenende:
?Dorfgatschn ? Frauengeschichten vom Dorf? ? Themenführung mit Elisabeth Stadler, Samstag, 5. Juni, 16.00 Uhr
?Vergessene Haushaltstechniken? ? Themenführung mit Mag. Marianne Messerer, Sonntag, 6. Juni, 16.00 Uhr.
Aussender / Info: Weinviertler Museumsdorf Niedersulz Errichtungs- u. Betriebs GmbH, Ingrid Fröschl-Wendt Presse & Öffentlichkeitsarbeit, 2224 Sulz im Weinviertel, Tel 02534/333, Fax 02534/333-20, info@museumsdorf.at, www.museumsdorf.at