Die Siedlungsformen im Weinviertel gehen auf das Schutzbedürfnis der ländlichen Bevölkerung zurück. Dabei entwickelten sich spezielle Hausformen. Peter Huber erklärt sie anhand der Gehöfte des Museumsdorfes bei seiner Themenführung ?Siedlungs- und Hofformen im Weinviertel? am Samstag, 3. Juli um 16.00 Uhr.
Die Weinviertler Dörfer wurden meist in Zeilen- oder Angerform angelegt. Die geschlossene Bauweise diente dem Schutz der ländlichen Bevölkerung und bot Abgeschiedenheit bei gleichzeitiger räumlicher Nähe zum Nachbarn. Durch diese Dorfformen entwickelten sich ganz bestimmte Haustypen, wie der Streckhof: Erst durch den gestiegenen Wohnraumbedarf Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der vorderen Giebelseite ein Quertrakt entlang der Straße angefügt, damit war der Zwerchhof entstanden.
Auch die Raumaufteilung war genau festgelegt. Hinter Stube, Küche und Speis folgte als erstes der Pferdestall vor Kuh- und Schweinestall, denn die Pferde gehörten zum Wertvollsten einer Bauernfamilie. Neben den klassischen Bauernhöfen wurde das Weinviertler Dorf auch durch Handwerkerhäuser und Kleinhäusler-Häuser geprägt. Auch diese Typen sind im Museumsdorf vertreten und werden von Peter Huber gezeigt, genau so wie die architektonischen Merkmale der Weinviertler Häuser, wie die ?Trettn?, der überdachte Laubengang.
?Siedlungs- und Hofformen im Weinviertel? ? Themenführung mit Peter Huber, Samstag,.3. Juli, 16.00 Uhr.
Weitere Veranstaltung an diesem Wochenende:
?Leben und Arbeit im Dorf? ? Themenführung mit Dr. Richard Edl, Sonntag, 4. Juli, 16.00 Uhr.
Aussender / Info: Weinviertler Museumsdorf Niedersulz Errichtungs- u. Betriebs GmbH, Ingrid Fröschl-Wendt Presse & Öffentlichkeitsarbeit, 2224 Sulz im Weinviertel, Tel 02534/333, Fax 02534/333-20, info@museumsdorf.at, www.museumsdorf.at