Die Feuerwehr gehört zum festen Bestandteil des dörflichen Lebens. Vor 100 Jahren wurde sie zur Selbsthilfe gegen verheerende Dorfbrände gegründet und war bald gesellschaftliche Klammer der Bevölkerung. Johann Lehner erzählt in seiner Themenführung am Samstag, 10. Juli um 16 Uhr von der Geschichte der Feuerwehr.
Jahrhunderte lang war die Bevölkerung Feuersbrünsten ausgeliefert und konnte ihnen nur wenig effiziente Mittel entgegensetzen. Die Bauweise im Dorf begünstigte die rasche Ausbreitung von Bränden. Ein einziges Stroh gedecktes Dach überspannte ganze Häuserzeilen. Kam es zum Brand, löschte die Bevölkerung gemeinsam. Mit Hilfe einer Eimerkette schöpfte sie aus dem einzigen Wasserreservoir des Dorfes, der Schwemme.
Erst mit den Gründungen der freiwilligen Feuerwehren hielten technische Neuerungen, wie Kolbenpumpen, die aus Brunnen Wasser ansaugen konnten, Einzug ins Dorf. Um Verletzte aus dem brennenden Haus zu holen war ein Schutz vor den gefährlichen Rauchgasen notwendig. Das waren lange Zeit ein einfacher Schlauch und eine nasse Decke. Johann Lehner lässt die Besucher diesen Atemschutz selbst ausprobieren und die gesamte Gruppe wird die Effektivität einer Eimerkette testen.
Brand aus ? Die Feuerwehr im Dorf, Themenführung mit Johann Samstag, 10. Juli, 16.00 Uhr (Wiederholung am Sonntag, 10. Oktober, 16.00 Uhr)
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