Seit 15 Jahren ist Ardagger Teil der grenzüberschreitenden Donaufestwochen im Strudengau. Bei zwei Konzerten - einmal klassisch und einmal Jazz und Worldmusic - zeigen heuer "Powerfrauen" ihre musikalische Emotionalität.
Beim ersten Konzert am 31. Juli um 20.00 Uhr in der historischen Stiftskirche von Ardagger verbindet das Trio Savadi in seiner Musik historische Authentizität mit dem Esprit und der Emotionalität dreier junger Menschen unserer Zeit: Beim zweiten Konzert am 8. August, um 11.00 Uhr vormittag im einmaligen Ambiente des Hauer´schen Vierkanthofes wird´s Extra Virgine. Das "Tirumvirginat" spielt und singt sich "groovig, stimmgewaltig, schlagkräftig und virtuos" durch variantenreiche serbische Volkslieder, Jazztunes und Eigenkompositionen.
Auch in ihrem 15. Jahr sind die Donaufestwochen ihrem Motto "alte Musik an historischen Orten mit Kontrapunkt aus der Moderne" treu geblieben. 9 Einzelkonzerte und die Georg Philipp Telemanns Oper "Orpheus, oder ?Die wunderbare Beständigkeit der Liebe? " stehen heuer am Programm von Intendantin Michi Gaigg und Donaufestwochenpräsident Walter Edtbauer. Dazu kommen noch Landart - Projekte und die Opern- und Bühnenwerkstatt für Jugendliche und Kinder, die das Engagement der Donaufestwochen abrunden.
"In 15 Jahren sind die Donaufestwochen über ihre kulturelle und musikalische Bedeutung hinaus auch zu einem Bindeglied zwischen Ober- und Niederösterreich geworden. Gerade in Ardagger haben wir uns seit Beginn eingebunden und sind stolz auf die wirklich exzellente Zusammenarbeit, die mittlerweile auch viele Folgeprojekte gebracht hat." meint Bgm. DI Johannes Pressl. Und unbestritten ist auch, dass das kulturelle Angebot Ardagger´s durch die Donaufestwochenbeteiligung enorm aufgewertet wird. "Derart interessante Interpreten wären ansonsten für Ardagger nicht zu bekommen." erklärt Pressl.
SAMSTAG, 31. JULI 2010, 20 UHR, Stiftskirche Ardagger, 3300 Stift Ardagger
Ensemble savadi
Kristine Jaunalksne und Ulrike Hofbauer, Sopran / Marie Bournisien, Barockharfe / Adrian Rovátkay, Zeichnungen / Ann Allen, Regie und Licht
In der Musik von savadi verbindet sich historische Authentizität mit dem Esprit und der Emotionalität dreier junger Menschen unserer Zeit: Das vielfach prämierte Ensemble lässt in diesem inszenierten Konzert den bilderreichen Gefühlskosmos im Venedig des 17. Jahrhunderts spürbar werden. Von Liebeslust zu furioser Wut. Oper en miniature.
Das Konzertprogramm vereint Kompositionen von Claudio Monteverdi, seinem Schüler und Nachfolger Giovanni Rovetta, der schillernden Barbara Strozzi und dem Opernimpresario und zu Unrecht vergessenen Benedetto Ferrari.
Auf humorvoll-sarkastische Weise, die sich sowohl der üppigen barocken als auch der Comic-Sprache der 1960er Jahre bedient, lässt sich Adrian Rovátkay von den Interpretationen von savadi inspirieren. Mit hintersinnigen, tiefgründigen Zeichnungen zu Liebe, Lust und Leidenschaft kommentiert er das Konzert.
18 Uhr Konzerteinführung mit Kulinarium in der Stiftstaverne ? 14,-
20 Uhr Konzert, Karten ? 20,-
savadi
Verschlungen und verwinkelt, aber trotzdem immer zum Ziel führend ? ähnlich den Wegen eines Labyrinths empfanden die drei Musikerinnen von savadi ihre Pfade zum gemeinsamen Musizieren. Die Barockharfenistin Marie Bournisien aus Frankreich und die Sopranistinnen Kristine Jaunalksne aus Lettland sowie Ulrike Hofbauer aus Deutschland trafen sich 2001 an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel zum Studium der Alten Musik.
Durch ihre gemeinsame Arbeit und angeregt von Persönlichkeiten wie Evelyn Tubb, Anthony Rooley, Andreas Scholl, Andrea Marcon und Christina Pluhar, entwickelte sich ein ?bewegendes und bezauberndes? Barockensemble ? so befanden die Juroren des Early Music Network International Young Artists? Competition in York, England, die 2003 dem damals jungen Ensemble den 1. Preis verliehen. Im Jahr darauf konnte savadi diesen Erfolg beim Van Wassenaer Concours 2004 bestätigen: Die drei Musikerinnen errangen sowohl den ersten Preis der Jury als auch den begehrten Publikumspreis. Heute ist savadi nicht nur für ihre innovativen Programme bekannt. www.savadi.net
SONNTAG, 8. AUGUST 2010, 11 UHR, VIERKANTHOF FAM. HAUER, 3300 STIFT ARDAGGER
EXTRA VIRGINE
Agnes Heginger und Nata?a Mirkovic-De Ro, Gesang
Ingrid Oberkanins, Percussion, Vibraphon
Stimmgewaltig, virtuos, schlagkräftig
Mit Agnes Heginger, Nata?a Mirkovic-De Ro und Ingrid Oberkanins haben sich drei schillernde und sehr unterschiedliche Künstlerinnen zusammengefunden. Sowohl im Jazz, als auch in der Klassik, Worldmusic und freien Improvisation zuhause, schöpfen die Percussionistin Oberkanins und die beiden Vokalistinnen Heginger und Mirkovic-De Ro aus einer großen Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten. Stimmgewaltig, virtuos, schlagkräftig, aber auch mit zarten, versponnenen Sounds spielend, verbinden sie klassisches Timbre mit pulsierendem Groove, bringen serbische Volkslieder oder Jazztunes und eigene Kompositionen in überraschenden Arrangements, spinnen rhythmisch melodische Kompostionen und würzen das alles mit einer großen Portion Improvisationslust. In der außergewöhnlichen Besetzung überzeugt das ?Triumvirginat? durch Variantenreichtum, Virtuosität und Vitalität. Einfach ?extra virgine?.
Karten ? 18,- · Im Anschluss Kulinarium
Agnes Heginger studierte am Konservatorium der Stadt Wien klassischen Sologesang, um dann nach einem stilistischen Richtungswechsel an der Kunstuniversität Graz ein Jazzgesangsstudium mit ausgezeichnetem Erfolg abzuschließen. Seither bewegt sich die vielseitige Sängerin in unterschiedlichsten Genres (Alte und Zeitgenössische Musik, Jazz, frei improvisierte Musik, Schrammelmusik, Deutsche Schlager, u.a.).
2005 erhielt sie den ?Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Musik?, 2009 wurde die CD ?platzDADA!? des Pago Libre Sextetts mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Agnes Heginger ist Gesangsdozentin an der Jazzabteilung der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und ehemalige Gastdozentin der Swiss Jazz School Bern, sowie des JIB (Jazz Institute Berlin, vormals Universität der Künste Berlin) und des Instituts für Popularmusik der Universität für Musik und darst. Kunst Wien. www.agnesheginger.com
Natasa Mirkovic-De Ro ist Ethnomusikologin, Sängerin und Schauspielerin aus Sarajevo mit einem Faible für experimentelle künstlerische Projekte. Sie fühlt in vielen musikalischen Genres ? ob Renaissance, Barock, World, Ethno, Pop, Musical, Jazz oder Zwölftonmusik ? zu Hause. 2005 erhielten sie und Matthias Loibner (Drehleier) für ?Ajvar & Sterz? den österreichischen Worldmusic Förderpreis. In ihren jüngsten Projekten widmete sie sich den Hochzeitsbräuchen des Balkan (?The Wedding Story?), traditionellem Liedgut aus den Bergregionen Südosteuropas (?Bergwind?). Die ?Bänkellieder, Moritaten und Küchenlieder?, stehen aktuell ebenso im künstlerischen Fokus wie Schuberts ?Winterreise?.
Ingrid Oberkanins studierte klassisches Schlagwerk am Bruckner Konservatorium in Linz und an der Musikhochschule Wien. Nach Abschluss des Studiums wandte sie sich verstärkt dem Jazz und der aussereuropäischen Rhythmik zu, und nahm Unterricht bei José Eladio Amat (Cuba), Dudu Tucci (Brasilien), und Famadou Konaté (Westafrika). Sie spielte unter anderem mit dem Vienna Art Orchestra, Wolfgang Puschnig, Jamaaladeen Tacuma und Christian Muthspiel und trat bei einer Reihe internationaler Jazzfestivals, wie London, Paris und Montreux auf. 2004 erhielt sie den Hans Koller Jazzpreis als ?side(wo)man of the year?. Seit Herbst 2004 ist Ingrid Oberkanins Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
DETAILINFORMATIONEN AUF WWW.DONAU-FESTWOCHEN.AT
Aussender: Bgm. DI Johannes Pressl, Marktgemeinde Ardagger, Tel 0676/604 77 28, buergermeister@ardagger.gv.at ; www.ardagger.gv.at ; www.ardagger.at