Ort: Café ?Zum Kuckuck?, Kinosaal Guck-Guck, Linzerstraße 1, 3300 Amstetten
Eintritt: ? 6,- für Erwachsene, ? 3,- für Schüler
Homepage: www.suedfilmfest.at , Reservierung: Tel 07472/614 56
Dienstag, 12. und Mittwoch, 13. Oktober, 19.30 Uhr
Pranzo di ferragosto (Das Festmahl im August)
Regie: Gianni Di Gregorio, Italien, 2008, 75 min, Mittwoch: OmU!
?Pranzo di ferragosto? erhielt bei den Filmfestspielen von Venedig 2008 den Luigi De Laurentiis Award für das beste Regiedebüt und wurde beim London Filmfestival mit dem Satyajit Ray Award ausgezeichnet.
Im August ist es sehr heiß in Rom; wer kann, nimmt sich frei und fährt aufs Land oder ans Meer. Giovanni, ein Mittfünfziger, fährt jedoch nicht in die Ferien, weil er seine alte Mutter betreuen muss. Er bekocht sie und liest ihr aus Romanen vor. Als der Hausverwalter Luigi mit der Bitte an Giovanni herantritt, für ein paar Tage auf seine Mutter aufzupassen, weigert sich Giovanni zunächst, sagt aber schließlich zu, als ihm der Hausverwalter zum Ausgleich Schuldenerlass verspricht. Und schlagartig ändert sich das beschauliche Leben von Mutter und Sohn, denn Luigis Mutter kommt nicht allein ? Giovanni hat es plötzlich mit vier alten Damen zu tun, die alle äußerst eigensinnig und alles andere als pflegeleicht sind.
Gianni Di Gregorio, der auch das Drehbuch zum Film verfasst hat und in der Hauptrolle des Giovanni zu sehen ist, legte mit seinem Debütfilm eine Liebeserklärung an das Alter, das Leben und die italienische Küche vor. Seine vier würdevollen Protagonistinnen, allesamt Laiendarstellerinnen, sprühen geradezu vor unwiderstehlicher Lebensfreude. Entstanden ist ein charmanter Sommerfilm, gewürzt mit leiser Melancholie und hintergründigem Humor.
Dienstag,19. und Mittwoch, 20. Oktober, 19.30 Uhr
Je l'aimais (Ich habe sie geliebt), Mittwoch: OmU
Zabou Breitmann, Frankreich, 2009, 115 min
Die Schauspielerin Zabou Breitmann machte schon in ihren ersten beiden Filmen als Regisseurin und Drehbuchautorin durch eine ungewöhnliche Sicht auf Liebe und Beziehungen auf sich aufmerksam. Nun adaptierte sie Anna Gavaldas persönlichen Bestseller, der nach Claude Berris ?Zusammen ist man weniger allein? bereits die zweite Verfilmung eines Romans der bekannten Schriftstellerin ist.
Pierre (Daniel Auteuil) ist Direktor eines florierenden Unternehmens und führt eine Ehe mit zwei Kindern in einem tadellos eingerichteten Haus. Sein Leben scheint in geordneten, sicheren Bahnen zu verlaufen, als er auf einer Geschäftsreise Mathilde kennen lernt. Es entwickelt sich ein klassisches Seitensprung-Szenario mit klar verteilten Rollen zwischen Mann und Frau: Sie ist jung, ungebunden und attraktiv; er ist in den Vierzigern und seine finanzielle Situation gestattet ihm eine Luxus-Affäre, Flugtickets und wechselnde Hotelzimmer inbegriffen.
Die Regisseurin bedient sich vieler Rückblenden und Zeitsprünge. Der Ausgangspunkt ist kammerspielartig im alpinen Wochenendhaus inszeniert, denn dorthin lädt Pierre seine Schwiegertochter Chloé ein, nachdem diese von ihrem Mann verlassen worden ist. Um sie zu trösten gesteht er ihr in einer schlaflosen Nacht sein großes Geheimnis: seine leidenschaftliche Liebe zur jüngeren Mathilde. Pierre erinnert sich ? an die Frau, für die er nicht alles andere zurücklassen wollte, weil er den sicheren Weg wählte ? und offenbart die Tragik eines Mannes, der sich nicht traute.
Dienstag, 26. und Mittwoch, 27. Oktober, 19.30 Uhr
Nightwatch, ab 16
Ole Bornedal, Dänemark, 1994, 107 min
Nightwatch wurde 1995 mehrfach ausgezeichnet; beim Robert Festival erhielt der Film 5 ?Robert?, darunter in den Kategorien ?Bester dänischer Film? und ?Beste Maske?.
Der Student Martin übernimmt den Job des Nachtwächters in der Pathologie eines Krankenhauses in Kopenhagen, um sein Studium zu finanzieren. Bei der nächtlichen Arbeit muss er nicht nur seine Ängste überwinden, sondern er lässt sich von seinem Freund Jens auch noch zu Mutproben überreden. Dann lernt er die Prostituierte Joyce kennen und erfährt, dass ein Serienmörder in der Szene sein Unwesen treibt. Als die Opfer dieses Verbrechers zu Martin in die Pathologie kommen, geschehen unheimliche Dinge, und der Student gerät selbst in den Verdacht, der Mörder zu sein. Martins Freundin Kalinka, die von dessen Kontakt zu Joyce erfahren hat, will diese in ihrer Wohnung aufsuchen, findet jedoch...
Ole Bornedal lieferte mit ?Nightwatch? ein grandioses Regiedebüt, das in deutschen Kinos schnell als Geheimtip gehandelt und bei den Filmfestspielen in Cannes sogar mit Szenenapplaus bedacht wurde. Der packende, atmosphärisch dicht inszenierte Thriller führt die Zuschauer ständig auf die falsche Fährte und besticht nicht nur durch seine erlesenen Gruseleffekte, sondern auch durch eine kräftige Prise schwarzen Humors.
Aussender: Südfilmfest Amstetten - Verein zur Förderung von Filmen, ZVR - Zahl 437049224, für Rückfragen Steinkellner Gerhard, Tel 0680/127 37 45