+++ WOLFGANG BAUER in der Kategorie ?Klassischer Kunsthandel? +++ HUBERT WINTER in der Kategorie ?Zeitgenössische Galerien? +++ KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM NIEDERÖSTERREICH in der Kategorie ?Besondere Leistungen für Kunst im öffentlichen Raum? +++ REINHOLD WÜRTH in der Kategorie ?Lebenswerk als Sammler? wurden am 15. Oktober im Rahmen der Preisverleihung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, Semperdepot für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit den OscARTs 2010 gewürdigt.
?Da der Handel von ausschließlich erstklassigen und unverfälschten Objekten zu Wolfgang Bauers obersten Prioritäten zählt, überrascht es nicht, dass seine nunmehr 35jährige Tätigkeit im Kunsthandel im Vorjahr durch die Einladung zur TEFAF - The European Fine Art Foundation ? nach Maastricht gekrönt wurde. Daher freut es mich ganz besonders, Wolfgang Bauer ? dem Mister 1900 ? zum OscART 2010 in der Kategorie ?Klassischer Kunsthandel? gratulieren zu dürfen? mit diesen Worten ehrte KommR Erwin Pellet, Spartenobmann des Wiener Handels die großen Verdienste um die Branche, den Wiener Kunsthändler und Experten für Jugendstil. www.beletage.com
?Seit dem frühen Tod von Birgit Jürgenssen 2003, seiner längjährigen Lebensgefährtin, arbeitet Hubert Winter engagiert den Nachlass der österreichischen Künstlerin auf und eröffnet in jährlichen, thematischen Präsentationen neue Einblicke in ihr vielschichtiges Werk und vergibt seit sieben Jahren als Erinnerung an diese international herausragende Vertreterin der feministischen Avantgarde jährlich den Birgit Jürgenssen-Preis an junge zeitgenössische KünsterInnen?. Mit diesen Worten würdigte Dr. Ursula Pasterk, Hubert Winters beispielhaftes Engagement um die zeitgenössische Kunst und überreichte ihm den OscART 2010 für besondere Leistungen in der Kategorie ?Zeitgenössische Galerien?. www.galeriewinter.at
Für ihre besonderen Leistungen für Kunst im öffentlichen Raum wurde die Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich mit dem OscART 2010 ausgezeichnet. Dr. Susanne Neuburger, Kuratorin im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien ehrte den Preisträger mit den Worten: "Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ist ein sensationelles Programm, das eine singuläre Position nicht nur in Österreich, sondern auch international gesehen einnimmt und eine beachtliche Anzahl von international renommierten Projekten vorweisen kann." Entgegen genommen wurde der OsCART 2010 von Dr. Joachim Rössl, Leiter der Abteilung Kultur und Wissenschaft, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung und Dr. Katharina Blaas-Pratscher, verantwortlich für Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich. www.publicart.at
Dr. Christoph Graf Douglas, Kunstberater, ehrte den Kunstsammler Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth für den stellvertretend Sylvia Weber, Kuratorin der Sammlung Würth den OscART 2010 für sein Lebenswerk entgegen nahm mit den Worten: ?Ein großes Glück für Deutschland ist seine föderative Struktur. Kultur findet nicht nur in der Hauptstadt Berlin und in den Hauptstädten der Bundesländer, wie München, Hamburg oder Düsseldorf statt, sondern auch in der Provinz. Normalerweise stellen große private Sammler in Metropolen aus, wie Marx in Berlin oder Brandhorst in München. Nicht so Reinhold Würth. Er hat seine bedeutende Sammlung samt Museum seiner Heimatstadt Schwäbisch-Hall zur Verfügung gestellt. Denn nicht nur die Firmengeschichte Würth ist einmalig, sondern auch die Entstehung seiner Sammlung. An dieser Entstehung wirkte die heute anwesende Sylvia Weber im bedeutenden Maße mit.? www.kunst.wuerth.com
Die OscART-Skulptur 2010
Der OscART wird jedes Jahr von einer zeitgenössischen Künstlerin oder einem zeitgenössischen Künstler neu gestaltet. Mit dem Entwurf und der Umsetzung wurde 2010 die österreichische Künstlerin Sonja Gangl beauftragt. Für den OscArt 2010 hat sie mit ihrer Skulptur Amber ein vielschichtiges Werk geschaffen. Das Wort Amber, englisch für Bernstein führt sie zum lateinischen glaesum, das wiederum im Glasbehältnis seinen Ausdruck findet. Der Honig wiederum steht für Fleiß und Belohnung, aber auch für die Ewigkeit, da Honig unbegrenzt haltbar ist. Letztlich verweist die Skulptur aber auch auf die notwendige Fantasie und Träume, ohne die gerade in der Kunst kein Werk auskommen kann.
Sonja Gangl, geboren 1965 in Graz ist Absolventin der Akademie der bildenden Künste und der Universität für angewandte Kunst in Wien. ?Die Künstlerin arbeitet vorwiegend in den Medien Fotografie, Video und Computer. Sie verbindet diese medialen Ansätze mit den klassischen Medien wie Zeichnung oder Malerei. Die Wechselwirkung zwischen fotografischen und malerischen Strukturen der Bildfindung stellt Gangl nicht nur in ein formales Spannungsfeld, sondern auch in ein inhaltliches. Die inhaltliche Verbindung und Gegenüberstellung von Betrachtung und Voyeurismus, Begehren und Konsum, Sexualität und ?Disembodied ? Körperlichkeit? fusioniert sie zu einer höchst aktuellen Erweiterung der malerischen und zeichnerischen Verarbeitung von fotografischem Material.? (Dirk Snauwaert).
Wie bereits in den letzten Jahren wird die Skulptur auch als Edition aufgelegt werden, produziert in einer Auflage von 30 Stück von der online Kunstzeitung artmagazine.cc. Die Edition ist ab dem 15. Oktober 2010 zum Preis von 690,- Euro zu erwerben.
Die Verleihung des OscART 2010 steht unter dem Ehrenschutz der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied und der Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, KommR Brigitte Jank.
Der OscART 2010 wird unterstützt durch: UNIQA, ALEXANDER REZNIKOV COLLECTION
Bundesgremium des Juwelen-, Uhren-, Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels, Kovacek Wein, Graphisches Atelier Neumann GmbH, M.A.C. Hoffmann & Co. GmbH, LESCHANZ GmbH, Verband Österreichischer Antiquitäten- und Kunsthändler, Viennafair, WIFI WIEN, Wirtschaftskammer Wien - Sparte Handel
Presse: Christina Werner, w.hoch.2wei. Kulturelles Projektmanagement, Breite Gasse 17/4, 1070 Wien, Tel 01/524 96 46, Fax 01/524 96 32, werner@kunstnet.at
Der OscART 2010 für besondere Leistungen in der Kategorie ?Klassischer Kunsthandel? geht an Wolfgang Bauer
Hineingeboren wurde Wolfgang Bauer, Jahrgang 1953, in eine Handwerkerfamilie, in der schon sehr früh sein Interesse und sein Verständnis für das Kunsthandwerk geweckt wurden. Beide Elternteile waren Uhrmacher, die im gemeinsamen Betrieb Uhrgläser erzeugten. Sein Großvater und sein Onkel, waren ebensfalls Handwerker und führten eine Tischlerei. Ab 1973, nach seinem Präsenzdienst, studierte Wolfgang Bauer zunächst sechs Semester Maschinenbau. In dieser Zeit entdeckte er seine Freude für antike Gegenstände und erwarb im Altwarenhandel und auf Flohmärkten Kunstgegenstände zu noch unverschämt günstigen Preisen. ?Als ich meine Sammlerleidenschaft nicht mehr finanzieren konnte, beschloss ich mit meiner damaligen Lebensgefährtin, 1975, einen kleinen Laden zu gründen und das Sammeln zum Beruf zu machen. So ist es schon 35 Jahre her, dass ich in einem kleinen Geschäft im vierten Wiener Gemeindebezirk mit der ?bel etage? in einer ehemaligen Fleischhauerei, erste zaghafte Schritte in Richtung Antiquitätenhandel unternommen habe.? so Wolfgang Bauer. Fünf Jahre später, 1980, übersiedelte er in die Mahlerstraße 15 in den ersten Bezirk, wo sich nach einem großen Umbau 1990, auch heute noch sein Kunsthandel für Wiener Jugendstil und Wiener Werkstätte befindet. Seit 1990 ist Wolfgang Bauer auch als gerichtlich beeideter Sachverständiger für Kunst und Antiquitäten, Sparte Jugendstil, tätig. Seine Aufgaben sind heute: Ein- und Verkauf von Möbel und Einrichtungsgegenständen aus der Zeit des Jugendstils, im besonderen Objekte der namhaftesten Architekten und Designern der Jahrhundertwende wie Adolf Loos, Leopold Bauer, Otto Wagner und seine Schüler, der WIENER WERKSTÄTTE mit ihren bekanntesten Vertretern Josef Hoffmann und Koloman Moser, Eduard Wimmer Wisgrill, Dagobert Peche, Otto Prutscher, Carl Otto Czeschka. Auch kunstgewerbliche Gegenstände wie Lampen, Spiegel, Keramiken von Michael Powolny, der Wienerberger Tonwarenfabrik, Gläser der bedeutenden Manufakturen wie Lötz Witwe Klostermühle, J. & L. Lobmeyr und E. Bakalowits & Söhne sowie Teppiche und Textilien, kurz vieles, das in einem gepflegten Wiener Haushalt in der Zeit des Secessionismus zu finden war, zählen zu seinem Repertoire. Abgerundet wird das Angebot von Gemälden und Skulpturen erstklassiger Maler und Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts. Die zahlreichen Beteiligungen an kleinen Messen in Deutschland waren für den engagierten Kunsthändler ?eine sehr gute Walz?. Seit 1980 nimmt er an den wichtigsten Kunst- und Antiquitätenmessen in Österreich teil wie u.a. Hofburg Wien Messe für Kunst und Antiquitäten, Kunst und Antiquitätenmesse Residenz Salzburg. Daneben gibt es immer wieder internationale Messeauftritte in London, Chicago, Amsterdam, Paris. Seit 2000 findet jährlich in der Mahlerstraße 15 eine Herbstausstellung statt, zu der der leidenschaftliche Kunstexperte einen Katalog publiziert, der sowohl für SammlerInnen, KunsthändlerkollegInnen und Museen als wertvolle Referenzliteratur dient. Diese Ernsthaftigkeit und Akribie im Umgang mit Kunstgegenständen machten sich bezahlt. So wurde Wolfgang Bauer 2006 zur Biennale des Antiquaires nach Paris eingeladen, bei der er neben dem Wiener Galeristen, Roman Herzig der einzige österreichische Vertreter war. Seit damals ist Bauer Mitglied des Syndicat National des Antiquaires (Frankreich), einem der weltexklusivsten Zirkel der Antiquitäten-Szene. Die Krönung seiner Tätigkeit folgte 2009: eine Einladung zur TEFAF The European Fine Art Foundation nach Maastricht. Der Handel von ausschließlich erstklassigen und unverfälschten Objekten zählt zu Wolfgang Bauers obersten Prioritäten. Zahlreiche internationale Sammler und Kunstliebhaber vertrauen seinem Geschmack und seiner langjährigen Erfahrung. 2010 feiert Wolfgang Bauer 35jähriges Firmenjubiläum. www.beletage.com
Der OscART 2010 für besondere Leistungen in der Kategorie ?Zeitgenössische Galerien? geht an Hubert Winter
Hubert Winter, Jahrgang 1943, wuchs bei seiner wunderbaren Großmutter, einer Hausbesorgerin, im siebten Wiener Gemeindebezirk, in der Neustiftgasse 111 auf. Durch ihre Putztätigkeit in diversen Wohnungen, bei der sie ihr Enkel immer begleitete, lernte Hubert Bücher kennen und lieben. Während sie putzte, saß Hubert Winter in einer Ecke und las. Nach Abschluß von Volks- und Hauptschule standen für den jungen Winter zwei Lehrausbildungen zur Option: eine Kochlehre oder eine Lehre als Buch-, Kunst- und Musikalienhändler. Da keine Koch-Lehrstelle frei war, lernte der 15-Jährige drei Jahre bei den Firmen Wolfrum und Braumüller und schloß die Lehre mit allen notwendigen Prüfungen erfolgreich ab. Nach Wanderjahren in Deutschland und Schweden übernahm Hubert Winter 1966/1967 als Pächter die Galerie Willy Verkauf in der Riemergasse im ersten Bezirk. Vier Jahre später, am 28. Februar 1971 eröffnete er in den Räumen eines ehemaligen Milchgeschäftes, ebenfalls im ersten Bezirk in der Seilerstätte 19, seine erste eigene Galerie und einen Kunsthandel. In den 70er Jahren fanden dort Ausstellungen von Arnulf Rainer, Heinz Frank, Francis Picabia, Panamarenko, Henri Michaux, Josef Sima und Präsentationen zu Zeichnungen und zur Fotografie des Surrealismus u.a. statt. 1981 übersiedelte Hubert Winter in die Sonnenfelsgasse 8/Bäckerstrasse 7. In den 80er und 90er Jahren betrieb er zwei Filialen in Deutschland: 1983 bis 1985 in der Mutter Ey-Strasse 5 in Düsseldorf und von 1997 bis 1999 in der Friedrichstrasse in Berlin bis er schließlich 1998 gleich hinter dem Museumsquartier Wien in die Breite Gasse 17, Wien 7 einzog. Folgende KünstlerInnen werden von Hubert Winter vertreten: William Anastasi, Judith Barry, Guillaume Bijl, Mary Ellen Carroll, Ian Hamilton Finlay, Marcia Hafif, Nancy Haynes, Michael Höpfner, Birgit Jürgenssen, Michael Kidner, Paul Etienne Lincoln, Urs Lüthi, Chantal Michel, Richard Nonas, Ingo Nussbaumer, Danica Phelps, Laura Ribero, Fred Sandback, Haim Steinbach, Franz Vana, Jean-Luc Vilmouth, Peter Weibel, Lawrence Weiner, Francesca Woodman, Lei Xue, Nil Yalter. Neben seiner Galerienarbeit und dem Kunsthandel war Hubert Winter in den 80er Jahren als Kurator für die Wiener Festwochen tätig und für Ausstellungen wie Skulpturenrepublik (1984), Wien-Fluss (1986), Moskau-Wien-New York (1989) verantwortlich. Im Jahr 1994 kuratierte Hubert Winter im Rahmen von Mercer Street (ARTprop) auch Ausstellungen in New York. Seit dem frühen Tod von Birgit Jürgenssen 2003, seiner längjährigen Lebensgefährtin, arbeitet der engagierte Galerist beispeilhaft den Nachlass der österreichischen Künstlerin auf und eröffnet in jährlichen, thematischen Präsentationen neue Einblicke in ihr vielschichtiges Werk. Birgit Jürgenssen (1949?2003) zählt zu den international herausragenden Vertreterinnen der feministischen Avantgarde. Ausgehend vom emanzipatorischen Potenzial des Surrealismus, inspiriert von der Freudschen Psychoanalyse und im Dialog mit dem gesellschaftskritischen Diskurs ihrer Generation entwickelte die in Wien geborene Künstlerin seit dem Ende der 1960er Jahre eine vielschichtige und stilistisch mannigfaltige Kunst. Der weibliche Körper und seine Metamorphosen stehen im Zentrum ihrer subtilen zeichnerisch, malerisch und fotografisch dominierten Arbeiten. Vom 16. Dezember 2010 bis 6. März 2011 präsentiert das Bank Austria Kunstforum unter dem Titel Birgit Jürgenssen ? Retrospektive erstmals anhand von rund 250 Werken ? darunter auch zahlreiche bislang unbekannte aus ihrem Nachlass ? wie sehr Ironie, Sprachspiele und die Lust an der Verwandlung ihr OEuvre begleiten. 2009 ist die Monografie Birgit Jürgenssen, herausgegeben von Gabriele Schor und Abigail Solomon-Godeau bei Hatje-Cantz in Zusammenarbeit mit der Sammlung Verbund erschienen. Als Erinnerung an Birgit Jürgenssen wird seit sieben Jahren jährlich der mit Euro 2.000 dotierte Birgit Jürgenssen-Preis an eine/n junge/n zeitgenössische/n KünstlerIn vergeben. www.galeriewinter.at
Der OscART 2010 für besondere Leistungen für die Kunst im öffentlichen Raum geht an die Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich
Seit den 80er Jahren entstehen in Niederösterreich erfolgreich und mit großem Engagement künstlerische Projekte im öffentlichen Raum. Eine achtköpfige Fachjury empfiehlt österreichische und internationale KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen. Die eingereichten Arbeiten reichen von der autonomen Skulptur über Stadtmöblierung bis hin zur temporären Kontextualisierung und kommunikativen Intervention, der Gestaltung von Plätzen sowie Konzepten von Mahnmalen und Kunstprojekten in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Bis Anfang 2010 wurden 450 Arbeiten an 150 Orten in Niederösterreich temporär und permanent realisiert. Diese werden alle zwei Jahre in einer Publikation unter dem Titel Veröffentlichte Kunst dokumentiert. Die erfolgreiche Etablierung von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich als eigenständiges, identitätsstiftendes Modell ist dem NÖ Kulturförderungsgesetz von 1996 zu verdanken. Die in diesem Gesetz enthaltene Poollösung sieht ein Gesamtbudget für Kunstprojekte im öffentlichen Raum vor und ermöglicht unter anderem neue künstlerische Handlungsfelder. Seit 2007 veranstaltet Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich die sogenannten Landpartien, die mittlerweile zu einem integrativen Bestandteil der Vermittlung von Kunst im öffentlichen Raum geworden sind. Ziel ist es, den Blick der Mitfahrenden auf besondere Art und Weise auf Orte und Landschaft in Niederösterreich zu lenken. Das spezielle Vermittlungsprogramm On the road fragt nach Veränderungen der künstlerischen Arbeiten im ländlichen Raum, nach den Reaktionen der BewohnerInnen und den Beteiligungen der EinwohnerInnen am künstlerischen Arbeitsprozess und inwieweit Kunst im ländlichen öffentlichen Raum zum identitätsstiftenden Moment wird. Bis 2010 wurden von folgenden KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen u.a. Uli Aigner, Iris Andraschek, Gilbert Bretterbauer, Bernhard Cella, Heinz, Cibulka, Clegg & Gutmann, Gunter Damisch, Marc Dion, Ines Doujak, eichinger oder knechtl, Olafur Eliasson, EOOS, Manfred Erjautz, Werner Feiersinger, feld72, Richard Hoeck, Siggi Hofer, Christine & Irene Hohenbüchler, Jenny Holzer, Bethan Huws, Franz Graf, Birgit Jürgenssen, Johanna Kandl, Helmut & Johanna Kandl, Michael Kienzer, Brigitte Kowanz, Hans Kupelwieser, Inès Lombardi, Alois Mosbacher, Christian Philipp Müller, Olaf Nicolai, Nils Norman, Oswald Oberhuber, Walter Obholzer, Roman Ondák, Manfred Pernice, PRINZGAU/podgorschek, Werner Reiterer, Leo Schatzl, Eva Schlegel, Roman Signer, Andrea Sodomka/Martin Breindl, Ingeborg Strobl, Simon Wachsmuth, Martin Walde, Little Warsaw, Klaus Weber, Lois & Franziska Weinberger, Heimo Zobernig temporäre und permanente Arbeiten realisiert. Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich gilt als Vertreter und Vorbild für weitere Initiativen für die Etablierung von innovativen Kunstprojekten im öffentlichen Raum wie zum Beispiel in Wien und in der Steiermark. www.publicart.at
Der OscART 2010 für sein Lebenswerk als Sammler geht an Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth
Reinhold Würth, Jahrgang 1935, trat 1949 als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling in die Schraubengroßhandlung seines Vaters in Künzelsau ein. 1952 schloss er seine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann ab. Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm er 1954 mit 19 Jahren die Geschäftsleitung und baute aus dem regionalen Geschäft in den kommenden Jahrzehnten ein weltweit agierendes Handelsunternehmen auf. 1994 zog sich Reinhold Würth aus der operativen Geschäftsführung der Würth-Gruppe zurück und übernahm den Beiratsvorsitz der Würth-Gruppe. Am 1. März 2006 folgte ihm seine Tochter Bettina Würth in diesem Amt. Reinhold Würth fungiert weiterhin als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats und Ehrenbeiratsvorsitzender der Würth-Gruppe. Für sein außerordentliches Engagement in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kunst und Kultur wurden Reinhold Würth zahlreiche Ehrungen zu teil: Ehrendoktor und Ehrensenator der Universität Tübingen, Ehrendoktor der Universität Palermo, Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Wirtschafts- und Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, Ritter der Ehrenlegion, Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die soziale Marktwirtschaft, Deutscher Gründerpreis als Auszeichnung für das Lebenswerk. Seit 1997 ist Reinhold Würth Ehrenbürger der Stadt Erstein (Frankreich), seit 2003 gemeinsam mit seiner Frau Carmen Ehrenbürger der Stadt Künzelsau und seit 2004 Mitglied der Business Hall of Fame (Initiative von manager magazin und Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn). Reinhold Würth hat sich in seiner beruflichen Laufbahn intensiv mit psychologischen Themen wie Mitarbeitermotivation, Führungskultur und Fragen der Berufsethik beschäftigt und sich auch im kulturellen Bereich vielfältig engagiert. Mit dem Kauf eines Aquarells von Emil Nolde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begann seine Leidenschaft für das Sammeln von Kunst. Inzwischen hat er eine bedeutende Kunstsammlung von rund 12.500 Werken zusammengetragen. Auf seine Initiative hin wurde 1991 ein Museum sowie ein Veranstaltungssaal für Vorträge, Tagungen, Konzerte, Lesungen und Kleinkunst in das Verwaltungsgebäude der Würth-Gruppe in Künzelsau integriert. Seit ihrer Eröffnung sind diese Einrichtungen sowohl für Mitarbeiter des Hauses als auch für die interessierte Öffentlichkeit zu besonderen Anziehungspunkten geworden. Mit drei weiteren Ausstellungshäusern, der Hirschwirtscheuer in Künzelsau und der Kunsthalle Würth sowie der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall schuf Reinhold Würth weitere Foren für die Sammlung Würth. Kunst und Kultur sind längst zu festen Bestandteilen der gelebten Unternehmenskultur der gesamten Würth-Gruppe geworden. Den Museen des Unternehmens in Deutschland folgten daher seit 1999 nach und nach Kunstdependancen in den Gesellschaften der Würth-Gruppe in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Spanien und der Schweiz (Arlesheim und Chur). Die Ausstellungen, die integriert im Kontext der jeweiligen Firma stattfinden, ermöglichen auch hier ein inspirierendes Neben- und Miteinander von Kunst und geschäftlichem Alltag. Alle Ausstellungsprogramme basieren auf der Sammlung Würth von internationaler moderner und zeitgenössischer Kunst. 2010 feiert Würth gleich zwei Jubiläen: Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, das Mutterunternehmen der weltweit marktaktiven Würth-Gruppe blickt auf ihr 65-jähriges Bestehen zurück und der Unternehmer und Sammler Reinhold Würth feierte seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist noch bis 09. Jänner 2011 die Ausstellung ?75/65. Der Sammler, das Unternehmen und seine Kollektion? im Museum Würth ? Künzelsau zu sehen. In einer sehr feinen Auswahl von 75 Werken aus 75 Jahren präsentiert die Ausstellung exemplarische Kunstwerke von 1935 bis heute u.a. von folgenden KünstlerInnen: Josef Albers, Horst Antes, Hans Arp, Stephan Balkenhol, Georg Baselitz, Max Beckmann, Max Bill, Fernando Botero, Daniele Buetti, Anthony Caro, Marc Chagall, Eduardo Chillida, Christo, Tony Cragg, Richard Deacon, Sonia Delaunay, Jim Dine, Max Ernst, Lyonel Feininger, Rainer Fetting, Barry Flanagan, Lucio Fontana, Antony Gormley, David Hockney, Alfred Hrdlicka, Jörg Immendorff, Asger Jorn, Alex Katz, Anselm Kiefer, Yves Klein, Fernand Léger, Roy Lichtenstein, Markus Lüpertz, Henry Moore, François Morellet, Emil Nolde, Mimmo Paladino, A. R. Penck, Pablo Picasso, Serge Poliakoff, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Niki de Saint Phalle, Günther Uecker, Andy Warhol. www.kunst.wuerth.com
Landesgremium Wien des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels, Sparte Handel, Schwarzenbergplatz 14, 1040 Wien, Tel 01/51 450 - 3231, Fax 01/51 450 - 3288, marlene.koltai@wkw.at , www.derkunsthandel.at
Aussender: Christina Werner, w.hoch.2wei. Kulturelles Projektmanagement, werner@kunstnet.at