Federn schleiß´n war die vergnügliche Winterarbeit der Frauen und Mädchen, wenn in einem Haushalt heiratsfähige Töchter wohnten. Denn für das Brautbett waren vier Pölster und zwei Tuchenten zu füllen. Beim Federn schleiß´n, - dem Abzupfen des Flaumes von den Federkielen - wurde viel gesungen und der Dorftratsch ausgetauscht. Diesen geselligen Brauch wird das Museumsdorf Niedersulz am Nationalfeiertag, Dienstag, 26. Oktober von 14 bis 17 Uhr wieder beleben.
Das bäuerliche Dorfleben war im Herbst und Winter noch mit zahlreichen andern Bräuchen durchsetzt. Davon erzählt Andrea Grünwald in ihrer Themenführung am 26. Oktober um 16 Uhr. Viele davon spielten sich rund um Allerheiligen ab.
?Du bist wie leeres Stroh,? bedeuteten die Strohzöpfe vor den Türen der Mädchen. Jungen Frauen mit schlechtem Ruf wurden in der Nacht vor Allerheiligen geflochtene Strohkränze vors Haus gehängt. Einem ?überwuzelten?, also ledigen älteren Mädchen warfen die Dorfburschen einen ?Dodamau?- eine Strohpuppe aufs Dach. In späterer Zeit waren auch Burschen Empfänger dieses Rügebrauchs.
Termine im Überblick:
Dienstag, 26. Oktober, 14 ? 18 Uhr:
?Federn schleiß´n? ? Weinviertler Brauchtum und offenes Singen
Dienstag, 26. Oktober, 16 Uhr:
?Brauchtum im Herbst und Winter? ? Themenführung mit Andrea Grünwald
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