Der helle Weg in die Dunkelheit
Die Geschichte beginnt vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Okkupation der damaligen Tschechoslowakei. Dem findigen Dejnar gelingt es, sich durch eine Reihe charakterloser Handlungen eine gut gehende Firma anzueignen. Er kollaboriert zunächst mit der deutschen Besatzungsmacht, schafft es aber, nach Ende des Krieges die Schuld auf seine Frau abzuwälzen und macht durch geschicktes Taktieren sogar Karriere als Widerstandskämpfer. Unmittelbar vor der kommunistischen Machtübernahme 1948 gelingt es ihm, sich mit seiner Frau nach Frankreich abzusetzen. Hier beginnt die eigentliche Geschichte einer ungewöhnlichen Emigration. Nicht wirtschaftliche Gründe oder das drohende Auffliegen seiner kriminellen Vergangenheit sind für das Verlassen seiner Heimat ausschlaggebend, sondern das zwingende Bedürfnis, aus der drückenden Beengtheit des neuen Regimes auszubrechen. Trotz der Ernsthaftigkeit des Stoffes, erzählt Milan Rácek flüssig, oft ironisierend und vermittelt inhaltliche Dichte ohne moralisierenden oder gar belehrenden Anspruch. Er verfasst damit ein höchst interessantes zeitgeschichtliches Dokument, verpackt in einen spannenden Roman.
Milan Rácek, geboren 1943 in Zlin / Tschechien, lebt in Sitzendorf / NÖ. Er absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für Flugzeugbau, später die Fachschule für Museumskunde. Als Folge des Einmarsches der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei Übersiedlung nach Österreich. In Abwesenheit zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt. Seit 1969 Mitarbeiter des NÖ Landesmuseums in Wien und St. Pölten, Mitglied der Autorenvereinigung Podium und des P.E.N.-Clubs. Zahlreiche belletristische Publikationen u.a. Leo (1999) und Für ein Leben zuviel (2005). Weitere Informationen: www.literaturedition-noe.at
Musik: Gruppe Burcáci (authentische südmährische Volksmusik). Vor der Veranstaltung besteht ab 16:30 die Möglichkeit, das Museum zu besichtigen. Brot und Wein im Anschluss an die Veranstaltung, Eintritt frei
Öffnungszeiten täglich 10.00 ? 17.00 Uhr, Info: MZM Museumszentrum Mistelbach, 2130 Mistelbach, Waldstraße 44-46, Tel 02572/20 719, Fax 02572/20 719 20, office@mzmistelbach.at , www.mzm.at
Aussender: Mag. (FH) Stefanie Frank, Presse & Marketing Gemeinnützige Mistelbacher Museums und Kunst BetriebsgmbH