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Veranstaltungen und Festivals

Eröffnung MAHNMAL VIEHOFEN von Catrin Bolt und Tatiana Lecomte

Am 14. November, 14.30 Uhr, Viehofner See in St. Pölten

im Lokal "Seedose" beim Viehofner See, St. Pölten

Shuttlebus von Wien nach Viehofen: ab Wien, Universität, Grillparzerstrasse / Ecke Rathauspark. Abfahrt: 13.00 Uhr, Rückfahrt: ca. 17.00 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel 02742/9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR

In den Jahren 1944 und 1945 gab es in St. Pölten - Viehofen ein Zwangsarbeitslager für ungarische Juden und Jüdinnen sowie ein Arbeitslager für so genannte OstarbeiterInnen. 60 Jahre lang wurde die Existenz dieser Lager verdrängt und verschwiegen. Heute befindet sich auf dem Gelände der Viehofner Seen, der von zahlreichen BewohnerInnen der Stadt St. Pölten als Freizeitareal genutzt wird.

Um diesen vergessenen Teil der Geschichte in Erinnerung zu rufen, wurde 2009 von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich zusammen mit der Stadt St. Pölten und unter Mitwirkung des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs ein offener Wettbewerb zur Erlangung eines künstlerischen Entwurfs für ein Mahnmal für die Zwangsarbeitslager St. Pölten ? Viehofen ausgeschrieben. Aus den über 160 Einreichungen wurden vom Gutachtergremium die Entwürfe von Catrin Bolt und Tatiana Lecomte als Siegerprojekte ausgewählt. Nun werden beide umgesetzten Projekte präsentiert und eröffnet.

Orientierungstafeln von Catrin Bolt

Catrin Bolt hat an fünf verschiedenen Stellen im Erholungsgebiet Viehofen Tafeln aufgestellt, auf denen großflächig eine Luftaufnahme des Areals zu sehen ist. Mit einem roten Punkt ist jeweils der Standort der Tafeln und damit der Personen, die sie betrachten, eingezeichnet. Alles scheint von weitem der Norm einer Orientierungshilfe zu entsprechen. Wer jedoch mit dem Bedürfnis nach einer Standortbestimmung an die Tafeln herantritt, dem wird die gewünschte Information nicht im erwarteten Ausmaß geliefert, da die abgebildete Luftaufnahme von April 1945 ? aufgenommen von der US Air Force ? stammt. Dafür sieht man die originale Situation vom Ende des zweiten Weltkrieges mit den Zwangsarbeitslagern, als es den See noch nicht gab. Diese sind mit Nummern versehen und in einer Legende ausgewiesen, so auch andere markante Punkte wie der Ortskern, das Schloss Viehofen, der Bahnhof, die Glanzstoff-Fabrik und die Traisen, die durch jüdische ZwangsarbeiterInnen reguliert wurde.
Die alte Ansicht von 1945 und die heutige werden überlagert, Vergangenheit und Gegenwart werden für einen Moment zusammengeführt. Durch das Suchen der eigenen Position auf der Luftaufnahme wird unweigerlich ein Denkprozess in Gang gesetzt. Der Betrachter tritt eine Zeitreise an, die ihn in die Vergangenheit führt und wieder in die Gegenwart zurückholt.

Postkarten können wir eine pro Person schreiben von Tatiana Lecomte

20.000 BewohnerInnen von St. Pölten bekommen im Laufe eines Jahres eine Ansichtskarte zugeschickt, handgeschrieben von der Künstlerin Tatiana Lecomte und persönlich adressiert. Die Karten zeigen fotografische Ansichten von vordergründig unscheinbaren Orten, ein Stück Rasenfläche, Unterholz, das Ufer eines Sees. Nur die sachlichen Bezeichnungen der Orte auf der Rückseite geben Aufschluss über die fotografierten Motive. Es handelt sich um jene Orte im St. Pöltner Stadtteil Viehofen, die im Zweiten Weltkrieg Schauplätze nationalsozialistischer Ausbeutung und Vernichtung waren.
Mit blauer Tinte ist auf jede Karte von Hand der Satz geschrieben: "Ich bin gesund, es geht mir gut.", jene Floskel, die auf keiner Postsendung aus den Lagern des Dritten Reichs fehlen durfte. Die BürgerInnen von St. Pölten, die eine Ansichtskarte in ihrem Briefkasten finden, bekommen Post aus einer kollektiv verdrängten Vergangenheit, verbunden mit der Einladung, daraus eine kollektive Erinnerungsarbeit erwachsen zu lassen. Die auf der Karte angegebene Website zum Projekt www.mahnmal-viehofen.at bietet neben umfassenden Informationen und Dokumenten auch die Möglichkeit, mit der Künstlerin in Kontakt zu treten.

Neben der bereits bestehenden umfangreichen Homepage wird ein Folder mit weiterführender Information produziert, der ab der Saison 2011 in dem Gelände rund um die Viehofner Seen aufliegen wird. Weiters findet noch im November ein Diskussionsabend zur Erinnerungskultur in Österreich und der Problematik von Mahnmalen statt.

Diskussionsabend am 24. November 2010, um 20.00 Uhr
im Stadtmuseum St. Pölten

mit: Mag. Catrin Bolt, Dr. Martha Keil, Univ.-Prof. Hans Kupelwieser, Dr. Susanne Neuburger, Dr. Heidemarie Uhl und Mag. Manfred Wieninger. Moderation: Dr. Peter Huemer

Ausführliche Informationen weiters unter www.mahnmal-viehofen.at

Aussender: Höbart Gabi (K1), gabi.hoebart@noel.gv.at

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