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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

Sechs Städte heuer neu in der Aktion NÖ Stadterneuerung

Guntramsdorf, Hainfeld, Korneuburg, Neunkirchen, Stockerau und Retz

Auch heuer haben sich wieder sechs Städte entschlossen, in die Aktion NÖ Stadterneuerung einzusteigen: Guntramsdorf, Hainfeld, Korneuburg, Neunkirchen, Retz und Stockerau wollen dabei viele ihrer Projekte mit BürgerInnenbeteiligung umsetzen.

Die Marktgemeinde Guntramsdorf setzte sich bereits im Rahmen der Dorferneuerung mit den Schwerpunkten Freizeiteinrichtungen und Gestaltung öffentlicher Flächen auseinander. Die zukünftige Zentrumsbelebung mit der geplanten Umgestaltung an der Badner Bahn sowie die Entwicklung einer ca. sieben Hektar großen Fläche in der Nähe der Kirche sind die engagierten Vorhaben der Gemeinde, die sich trotz großen Bevölkerungswachstums in den neunziger Jahren den gemütlichen Heurigenort-Charakter bewahrt hat. Auch das Thema Jugend wird in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt darstellen.

In der Stadtgemeinde Hainfeld wurde bereits 2003 viel bewegt. Neben der Umgestaltung des Zentrums mit seinen Plätzen, Straßen und Gebäuden setzte man sich in unterschiedlichen Gremien mit der Entwicklung der Kultur auseinander. Ab heuer ist Hainfeld wieder in der aktiven Phase der Stadterneuerung und möchte weiterhin Schwerpunkte im Bereich der Kultur setzen. Zusätzlich soll großes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche gelegt werden. Generell wird aber die Prozessbegleitung und BürgerInnenbeteiligung bei unterschiedlichen Projekten im Mittelpunkt stehen.

Zentrale Themen in der Stadterneuerung der verkehrsmäßig sehr gut erschlossenen Stadtgemeinde Korneuburg mit ihrer weit zurückreichenden Geschichte werden die Positionierung der Stadt, die Attraktivierung des Werftgeländes, der Neubau des Jugendzentrums und die Umgestaltung des Stadtmuseums sein. Auch der historische Hauptplatz, der in seiner Art in Österreich einzigartig ist, soll neu gestaltet werden.

Die Bezirkshauptstadt Neunkirchen mit ihren 12.271 EinwohnerInnen startet zum ersten Mal in die Aktion Stadterneuerung. Für die geschichtsträchtige Industrie- und Einkaufsstadt wird es in erster Linie um die Innenstadtbelebung, aber auch um Bereiche wie Soziales, Integration, Jugend und Kultur gehen.

Auch Stockerau, mit rund 15.400 Einwohnern die größte Stadt des Weinviertels, wurde heuer erstmals in die NÖ Stadterneuerung aufgenommen. Durch eine Fragebogenaktion soll die Bevölkerung in den Stadterneuerungsprozess eingebunden werden, Mitglieder der Gemeindeausschüsse beschäftigen sich zuvor in zwei Workshops mit der Aufbereitung der wesentlichen Themen. Ein größeres Projekt wird voraussichtlich die Neugestaltung des Hauptplatzes sein.

Zum dritten Mal dabei ist Retz, schon 1993 eine der vier Pilotstädte in der Aktion NÖ Stadterneuerung. Bereits in dieser Testphase konnte viel erreicht werden, etwa der Umbau des Hauptplatzes und die damit geschaffene Atmosphäre, die jährlich Tausende BesucherInnen anzieht. In der zweiten Phase der Stadterneuerung von 2003 bis 2006 setzte Retz weiterhin auf Tourismus und Kultur. Die Aufwertung als Wohnstandort erfolgte durch verschiedene Projekte im Bereich Grünraum und Jugend bzw. Freizeit. Ab heuer werden Siedlungserweiterung und die Schaffung begleitender Infrastruktur die zentralen Themen sein.

Auch das Interesse an der Dorferneuerung ist im Übrigen ungebrochen: Wieder konnten 28 Orte in die Aktivphase der Aktion aufgenommen werden. Dabei sind einige ganz neu dabei, die meisten jedoch Wiedereinsteiger. Bei einem Wiedereinstieg wird nicht komplett von vorn begonnen, das ?alte" Leitbild wird als Basis herangezogen, es folgt eine Evaluierung und mögliche Neubewertung bzw. Ergänzung der bestehenden Ziele. Ein Rückblick auf erfolgreiche Dorferneuerungsprojekte ist ebenso Teil des Wiedereinstiegskonzepts wie ein Ausblick auf die Vorhaben der nächsten vier Jahre.

Nähere Informationen bei der NÖ Dorf- und Stadterneuerung unter 02952/4848 und www.dorf-stadterneuerung.at .

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