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Veranstaltungen und Festivals

DIE UNSICHERHEIT DER SACHLAGE - Philipp Löhle

Ab 26. Febraur Theaterwerkstatt Landestheater Niederösterreich

Österreichische Erstaufführung

Jan C. Schmidt hat?s nicht leicht. Seine Freundin Jule hat sich von ihm getrennt und seine Freunde Björn und Robert lassen ihn auch im Stich. So landet er mit seinem Koffer auf der Straße. Aber das lässt ihn keineswegs verzweifeln. Und er versucht, aus der Not eine Tugend und aus der Unsicherheit seiner Sachlage eine Story zu machen. Und bald kann er Unglaubliches berichten von der Stadt. Aus den einzelnen Vorfällen von alltäglicher Gewalt, Krankheit und Tod fügt sich ein Bild allumfassender Bedrohung, die anfängt von ihm Besitz zu ergreifen.

Philipp Löhles Stück handelt vom Streben nach einer sicheren Welt, das schon an der Unzulänglichkeit ihrer Interpretation scheitert. Wäre die perfekte Überwachung die rettende Alternative zur individuellen Sicht auf die Dinge? Oder enthüllt sich nicht unweigerlich die ebenso komische wie tödliche Welt dem visionären Betrachter?

Philipp Löhle, geboren 1978 in Ravensburg, gewann 2007 den Werkauftrag des tt Stückemarktes, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung. Das daraus entstandene Stück Die Kaperer wurde im März 2008 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. Im Herbst 2007 lud ihn das Burgtheater zu den Werkstatttagen, weitere Förderungen und Preise folgten. Philipp Löhle gehört zu den meistgespielten Gegenwartsdramatikern im deutschsprachigen Raum.

?Seine Dialoge, die niemals witzig sein wollen, aber nichtsdestotrotz sehr pointenreich sind, zeigen, dass Löhle ein Komödiant bester Schule ist ? und die sind zu allen Zeiten selten genug. Doch so ?fluffig? und locker seine Texte daher kommen mögen, nicht selten landet man unversehens in einer Parabel, deren Tragik oder Weltschmerz im besten Sinne den Finger in die Wunde unserer Gegenwart legt.?  Andreas Beck in spielorte, das Magazin der St. Pöltner Bühnen.

Inszenieren wird Die Unsicherheit der Sachlage in der Theaterwerkstatt des Landestheaters Niederösterreich Steffen Jäger, entsprechend der Fragestellungen des Stückes in einer Simultanspielweise, mit geteiltem Bühnenbild und einem Seitenwechsel des Publikums nach der Pause. Steffen Jäger wurde 1983 in Görlitz/Sachsen. Nach dem Abitur studierte er zwei Jahre Mathematik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Humboldt Universität Berlin und der Freien Universität Berlin. 2005-2009 Regiestudium am Max Reinhardt Seminar. Inszenierungen unter anderem: Marie und Bruce von Wallace Shawn, Schauspielhauses Wien, Romeo und Julia: ballroom aspects nach Shakespeare, Andrew Bovells Lantana und Die Bakchen von Euripides für das Festival "ZORN! Dramatisches Erzählen Heute". Gastspiele in Brno, in Hamburg, Salzburg und Amsterdam. Mit der szenischen Lesung Heldenplatz-Skandal gestaltete er im Oktober 2010 den Auftakt der Kooperation der Ö1 Talentebörse mit dem Theater in der Josefstadt.
Mit: Julia Schranz | Philipp Brammer, Oliver Rosskopf, Hendrik Winkler
Regie: Steffen Jäger, Bühne: Sabine Freude, Kostüme: Aleksandra Kica

PREMIERE Theaterwerkstatt Landestheater Niederösterreich
SA 26.02.11, 19.30 Uhr, DO 03.03.11, 19.30 Uhr, FR 04.03.11, 19.30 Uhr *, SA 12.03.11, 19.30 Uhr **, MI 16.03.11, 19.30 Uhr *

* 18.30 Einführungsgespräch / ** danach Gespräch mit dem Ensemble

Information und Karten: Landestheater Niederösterreich, Rathausplatz 11, 3100 St. Pölten, Tel 02742/90 80 60 ? 600, karten@landestheater.net , www.landestheater.net

Aussender: Rupert Klima, Landestheater Niederösterreich, 3100 St. Pölten, Mobil 0664/604 99 686, www.landestheater.net

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