Das Fremde ist dem Eigenen sehr nahe
Formen der Begegnung zwischen aktueller Kunst und Publikum
am Donnerstag, den 31. März 2011, um 19.00 Uhr
im Kunstraum Niederoesterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien
mit:
Edith Futscher, Kunsthistorikerin, Wien
Ruth Noak, Kuratorin, Berlin
Simon Wachsmuth, Künstler, Berlin
Monika Ankele, Kunstvermittlung, Museum Moderner Kunst, Wien
Anton Sutterlüty, Kunstvermittlung, Museum Essl, Klosterneuburg
Konzept: Bärbl Zechner
Im optimalen Fall gelingt es durch vermittelnde Verfahrensweisen so nahe wie möglich an das Andere, das nicht Bekannte, das nicht zu Vereinnahmende heran zu kommen. Das Gespräch, ein Erfahrungsaustausch unter KünstlerInnen, WissenschafterInnen, und RezipientInnen, sowie eine Aktion von VermittlerInnen in der laufenden Ausstellung im Kunstraum Niederoesterreich, funktioniert über Fragestellungen zu aktueller Kunstproduktion. Der Öffentliche Raum entsteht hierbei auch durch Formen der Beteiligung und Diskussion und beschränkt sich nicht ausschließlich auf eine räumliche Kategorie.
Drei Kurzvorträge bilden die Grundlage für einen Dialog zwischen einer Ausstellungskuratorin, einer Kunsthistorikerin/Kunstvermittlerin und einem Künstler, in dem die unterschiedlichen Positionen, der an der Vermittlung von Kunst Beteiligten, zueinander in Beziehung gesetzt werden. Ein historisch-theoretischer Blick, der auf Distanz setzt, wird einem Blick gegenübergestellt, der sich aus der eigenen künstlerischen Praxis speist. Beide werden mit einer Vermittlungsform konfrontiert, die unter anderem mithilfe des Nachvollzugs künstlerischer Verfahrensweise auf Nähe setzt und mit Empathie und Emphase operiert. Innerhalb dieses Spannungsfeldes und seiner verschiedenen Sprachen kann darüber nachgedacht werden, welche Instrumentarien der Vermittlung auch im Bezug auf Kunst im öffentlichen Raum geeignet sind.
Eine Aktion über das Dazwischen der Vermittlung wird mögliche Positionen zwischen Kunst und BetrachterInnen verdeutlichen und die Anregungen aus dem Gespräch ergänzen.
Biografien:
Edith Futscher, Kunsthistorikerin, arbeitete als Kunstvermittlerin im Wiener MUMOK, der Generali Foundation sowie als Lehrbeauftragte der TU Wien und am Institut für Kunstgeschichte der Uni Wien und ist derzeit Elise-Richter-Stelleninhaberin des FWF (Über das filmische Oeuvre der Marguerite Duras).
Ruth Noack, Kunsthistorikerin, Ausstellungsmacherin und Autorin war Kuratorin der documenta 12 (2007) und schreibt derzeit über die Arbeit "Triangle" (1979) von Sanja Ivekovic. Nächste Ausstellung: "Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Life". www.goethe.de/kue/bku/kur/kur/mr/noa/deindex.htm
Simon Wachsmuth studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und lebt z.Z. in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem wechselseitigen Verhältnis zwischen unterschiedlichen Kulturen und dem daraus entstehenden, von Formen getragenen politischen Diskurs.
Monika Ankele, Historikerin und Kulturwissenschafterin, startete 2001 mit ihren Schwestern das Kunstprojekt "Schwestern Brüll" und ist als Dozentin an der Universität Wien sowie als Kunstvermittlerin tätig (MUMOK, Wien).
Anton Sutterlüty studierte Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte und arbeitete über viele Jahre als Senner auf einer Vorarlberger Alm. Kunstvermittler u.a. im MUMOK in Wien und im Essl Museum in Klosterneuburg. Daneben künstlerische Arbeiten im Bereich Perfomance / Gesang (Improvistation).
Bärbl Zechner, Kuratorin für Kommunikation im Museums- und Ausstellungsbereich, Kunstvermittlung u.a. MUMOK, Wien, Generali Foundation, Wien. Konzeption und Organisation interdisziplinärer Projekte u.a. Denkraum Donaustadt 2004-2009. Seit 2005 Kunstvermittlung "on the road" für Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich.
Eine Veranstaltung von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Niederoesterreich. Weitere Informationen unter www.publicart.at und www.kunstraum.net
Aussender: Zadrazil Martina (K1), Martina.Zadrazil@noel.gv.at