Das ?Theater Westliches Weinviertel? feiert sein 25-jähriges Jubiläum und verwöhnt sein Publikum mit einer der erfolgreichsten Produktionen des tww ?Volpone? von Setfan Zweig. Es sind schon beeindruckende Zahlen, auf die der Verein ?Theater Westliches Weinviertel? nach 25 Jahren theatraler Tätigkeit verweisen kann. Fast 150.000 Menschen haben an die 75 Eigenproduktionen und ungezählte Gastspiele, an denen mehr als 250 Menschen mitgewirkt haben, gesehen. Die Palette der Eigenproduktionen erstreckt sich von der Commedia dell´Arte über klassisches Sprechtheater, musikalische Kinderstücke, Revuen, musikalische Komödien, kritisches Jugendtheater, bis zur Uraufführung zeitgenössischer österreichischer Autoren.
Möglich wurde diese außergewöhnliche Erfolgsgeschichte durch eine kleine Gruppe ?Theaterverrückter?, die sich am Freitag, 13. Mai 1984 durch Nichts davon abbringen ließen die Bretter, die Welt bedeuten, zu erobern. Dies gelang bereits zu Beginn des tww mit durchschlagendem Erfolg. Ausverkaufte Vorstellungen waren ? und sind ? die Regel. Einer der größten Erfolge der tww-Anfänge ?Volpone? von Stefan Zweig (80 Vorstellungen im In- und Ausland) wird am Freitag, den 13. Mai, also exakt nach 25 Jahren, auch als Referenz an das über Jahre treue Stammpublikum, unter der Regie der Prinzipalien Franziska Wohlmann als Neuproduktion Premiere haben.
Der Zahn der Zeit war der Bausubstanz des ehemaligen Bauernhauses schon seit längerem anzumerken. So erfolgte von 2006 - 2008 ein kompletter Umbau, um so mehr Platz für eine neue Probe- und Studiobühne, Garderoben, eine Werkstatt und ein Buffet zu schaffen. 2008 fand die Eröffnung des neuen Hauses statt, das in weiterer Folge für das Höchstmaß an Funktionalität und die überaus geschickte Raumlösung mit Preisen ausgezeichnet wurde.
Oikos 2008 ? Niederösterreichischer Holzbau-Preis
Vorbildlicher Bau ? Auszeichnung des Landes Niederösterreich 2009
?Das Wichtigste im Theater ist der Mensch!?
Das Ensemble, anfangs nur aus Laien bestehend, setzt sich mittlerweile aus nebenberuflichen Schauspieler/Innen mit diversen Ausbildungen, Schauspielschüler/Innen und professionellen Schauspieler/Innen zusammen. Die aktiven Mitglieder die dem TWW von 1986 an angehörten, stammten und stammen aus allen sozialen Schichten, Berufs- und Altersgruppen. Die jüngste Darstellerin in einem Kinderstück war zarte 4 Jahre alt, das ältestes Ensemblemitglied wird demnächst 86.
Darüber hinaus, macht es der selbst auferlegte Qualitätsanspruch immer wieder notwendig professionelle KünstlerInnen zu engagieren. Die Zusammenarbeit mit diesen RegisseurInnen, SchauspielerInnen, MusikerInnen, Kostüm- und MaskenbilderInnen und BühnenbilderInnen erwies sich als äußerst fruchtbar und diente stets der qualitativen Steigerung unserer Produktionen. Nicht nur deswegen verweist man seitens des tww mit Stolz auf Inszenierungen, die bei Festivals und Gastspielen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Tschechien, und der Slowakei zu sehen waren.
Eine Gratwanderung zwischen Volkstheater und Provokation
Neben den üblichen, in nahezu jedem Theater gespielten Autoren, war und ist es dem tww stets auch ein Anliegen gewesen zeitgenössische heimische Autoren durch die Aufnahme ihrer Stücke in den Spielplan zu fördern. So wurde der mittlerweile als Kabarett- und Drehbuchautor etablierte Uli Bree (Händler, Henning, Steinhauer, ORF, usw.) schon im tww gespielt, als er seine Stücke noch gar nicht verlegt hatte und der Text noch von einem Video abgetippt wurde. Auch Helmut Korherr machte erste theatralische Gehversuche im tww. Durch ermöglichte Uraufführungen von Werken junger AutorInnen wurde das tww so zu einem wichtigen Initialzünder für deren weitere Arbeit.
Die Gestaltung des Spielplans ist immer auch eine Gratwanderung zwischen Volkstheater und Provokation, zwischen Machbarkeit und Vision und letztlich auch zwischen Mut und Vernunft.
Das Theater hat immer eine Zukunft
Aber es wäre nicht das tww, wenn man beim Erreichten stehen bleiben würde. Vielmehr ist es so, dass immer wieder Neues ausprobiert wird und die Herausforderungen an ein Theater des 21. Jahrhunderts nicht als Bürde, sondern als Weg in die Zukunft begriffen werden.
Das tww will eine Plattform für junge Talente sein, will eine echte Alternative zur Kulturfahrt nach Wien bieten und ein lebendiger, also sich weiterentwickelnder Theaterbetrieb sein. Die lolake Verankerung der Mitwirkenden ist nicht leidige Pflicht, sondern im Gegenteil, die Garantie für den Bestand des tww. Bei aller Flexibilität und Veränderung im Laufe der vergangenen 25 Jahre, ist doch der ?ganz große Traum? geblieben: Einerseits, heimischen SchauspielerInnen, BühnenbauerInnen, RegisseurInnen, KostümschneiderInnen, MaskenbildnerInnen, KomponistInnen, AutorInnen, MusikerInnen, TänzerInnen, FilmemacherInnen, MalerInnen und FotografInnen eine Spielwiese zu bieten auf der ihre Ideen reifen können, und andrerseits den interessierten Menschen in der Region ein vielfältiges Angebot an qualitativ hochwertigen Produktionen ?vor der Haustür? zu präsentieren.
Der Verein Theater Westliches Weinviertel (tww) ist eine Freie Theatergruppe. Intendanz: Franziska Wohlmann
Auszeichnungen und Preise:
?Anna und der König, der aus dem Märchen fiel? - 1991 ?Kleinbühnenpreis? des BMUK
Franziska Wohlmann - Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich
Aussender: TWW - Theater Westliches Weinviertel, 2042 Guntersdorf, Bahnstraße 201, Tel 02951/29 09, Fax 02951/29 09, office@tww.at , www.tww.at