Weinstadtmuseum/Moderne Galerie der Stadt Krems
17. Juni bis 21. August 2011
Was beim ersten Hinsehen ein schönes Landschaftsbild ist, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Ansammlung von Spielzeugsoldaten. Jörg Schorn zeigt mit seiner Werkschau im Weinstadtmuseum Krems, was hinter trügerischer Idylle steckt: zu oft eine andere Wirklichkeit. Der 1966 in Klagenfurt geborene Künstler und Neo-Kremser übt mit seinen Werken einen seltsamen Magnetismus aus. Das meterhohe Portrait wird aus der Nähe zum Faltenbild, die rustikale Hirschtrophäe zum Phallus, der Zimmer-Bonsai zum Schlachtfeld.
Hier spielt jemand mit unserem ersten Eindruck. Und er tut das mit allen Arten von Materialien, mit großen Draht-Skulpturen genauso wie mit winzigen Bildern. Wer sich in der aktuellen Sommerausstellung im Kremser Weinstadtmuseum auf Entdeckungsreise begibt, dem erschließt sich bisher unbekanntes Terrain.
Das Suchen und Finden wird zum spannenden Erlebnis. Und ohne es zu merken, verfällt man einer seltsamen Manie, von der Schorn Zeit seines Künstlerlebens befallen ist: der Seh-Sucht.
„Auf der Wasseroberfläche formen sich Kreise, egal ob man einen Stein ins Wasser wirft oder der Meeresgrund bebt. Ob dann daraus ein idyllischer Augenblick oder eine Katastrophe wird, liegt im Auge des Betrachters“ beschreibt der Künstler seinen Anspruch.
Die Ausstellung wird am 16. Juni um 19.00 Uhr eröffnet – Interessierte sind herzlich eingeladen.
Ausstellungsdauer: 17.06. bis 21.08., Mi-Sa 10–18 Uhr, So 13-18 Uhr
Adresse: Krems, Körnermarkt 14
Links: www.weinstadtmuseum.at , www.schorn.soup.io
Aussender / Pressekontakt: Ilse Donabaum, Tel 0676/703 8 707, ilse.donabaum@gmx.at