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Veranstaltungen und Festivals

Ausstellung ?Auftrag Archäologie?

Bis 31. August im Haus der Kunst und Kultur in Wien

Die Venus von Willendorf, Pfahlbauten im Attersee, der prähistorische Bergbau in Hallstatt, der römische Limes oder das Heidentor in Carnuntum – sie alle sind Repräsentanten des archäologischen Kulturerbes Österreichs. Aufgrund ihrer Lage unter der Erd- bzw. Wasseroberfläche stellen archäologische Funde eine besonders zu schützende Gruppe von Denkmalen dar. Der Schutz von archäologischem Kulturgut ist daher ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Aufgabe Denkmalschutz, die – auch mit Unterstützung der Bevölkerung – vom Bundesdenkmalamt und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur wahrgenommen wird. Als Anerkennung für herausragende Leistungen hat Bundesministerin Dr. Claudia Schmied die Denkmalschutzmedaillen des Jahres 2011 im Bereich der Bodendenkmalpflege vergeben.

Archäologische Forschung ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn die Funde einer Epoche angehören, in der entweder keine schriftlichen Aufzeichnungen existierten oder aus der sich kein bzw. kaum Schriftgut erhalten hat. Der Boden mit all seinen historischen Spuren fungiert somit als Geschichtsbuch, das mit Hilfe von ArchäologInnen gelesen werden kann. Archäologische Funde haben auch nicht nur als Einzelobjekt einen Wert, sondern spielen zusammen mit ihrem Fundkontext für die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte Österreichs eine wichtige Rolle. Jede noch so unbedeutend wirkende Scherbe oder Münze ist für die Rekonstruktion früherer Kulturen von großer Bedeutung. Unsachgemäße Bodeneingriffe führen hingegen zu einem unwiederbringlichen Informationsverlust.

Gegenstand der archäologischen Forschung sind Objekte unterschiedlichster Art und Zeitstellung. Es kann sich dabei um bauliche Überreste wie bronzezeitliche Hügelgräber, römische Villen oder mittelalterliche Hausberge handeln, aber auch um bewegliche Objekte wie paläolithische Steingeräte, Tonscherben oder römische Münzen. Im Vordergrund der archäologischen Forschung stehen die Ur- und Frühgeschichte sowie die Antike Österreichs. Archäologische Untersuchungsmethoden kommen aber auch bei der Erforschung von Bauten aus der jüngsten Vergangenheit wie z.B. Konzentrationslagern der NS-Zeit zur Anwendung.

Die mangelnde oberirdische Sichtbarkeit archäologischer Denkmale (Bodendenkmale) macht es notwendig, auf deren historische und kulturelle Bedeutung aufmerksam zu machen. Gerade große Bauvorhaben wie der Straßen- und Wohnbau sind durch archäologische Grabungen und Prospektionen wissenschaftlich zu begleiten. Aber auch die Bevölkerung muss über die Bedeutung von einzelnen Funden und die Pflicht, diese Funde dem Bundesdenkmalamt zu melden, informiert werden. Nur durch eine Kooperation mit ArchäologInnen ist es schließlich möglich, mehr über Österreichs Vergangenheit und frühere Kulturen auf österreichischem Staatsgebiet zu erfahren. Aktuelle, positive Beispiele sind in diesem Zusammenhang die archäologische Untersuchung der früheren Bauphasen des Südbahnhofs im Rahmen des Projektes Hauptbahnhof Wien oder die wissenschaftliche Aufarbeitung des mittelalterlichen Schatzfundes von Wiener Neustadt.

Um die vielfältigen Aufgaben von der Entdeckung über die Erforschung, die Inventarisierung und den gesetzlichen Schutz bis zur Vermittlung und zum Austausch auf internationaler Ebene erfüllen zu können, bestehen in Österreich im Bundesdenkmalamt eine eigene Abteilung für Bodendenkmale und in der Kultursektion des BMUKK ein Referat für Archäologie.

Durch die aktive Beteiligung der Bevölkerung werden die Behörden in der effektiven und nachhaltigen Erfüllung dieser Aufgaben unterstützt. Da diese Mitwirkung für einen gelebten Denkmalschutz von großer Bedeutung ist, wurden die Denkmalschutzmedaillen des Jahres 2011 an Personen vergeben, die im Bereich der Bodendenkmalpflege herausragende Leistungen erbracht haben. (Siehe dazu: Verleihung der Denkmalschutzmedaillen).

Die Ausstellung „Auftrag Archäologie – Bodendenkmalpflege in Österreich“ veranschaulicht die Aufgaben des Bundesdenkmalamtes und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur vom Auffinden des Bodendenkmals bis zu dessen Präsentation in der Öffentlichkeit sowie die Leistungen der MedaillenträgerInnen.

Ausstellung „Auftrag Archäologie – Bodendenkmalpflege in Österreich“, Ort: Haus für Kunst und Kultur, 1010 Wien, Concordiaplatz 2, 1. Stock, Dauer: bis 31. August 2011, Mo–Fr: 9–17 Uhr

Aussender: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, www.bmukk.gv.at

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