Moderne Dialektsongs erfreuen sich derzeit genau so zunehmender Beliebtheit wie das Wandern oder Klettern. Der Jugend- und Kulturverein „i-punkt!“ verbindet diese beiden Trends und präsentiert junge Dialektmusik am Berg.
Vom 14. August bis 21. Oktober touren österreichische Dialektsänger und –ensembles durch die Wiener Alpen. Unter dem Motto „Dialekt schmeckt“ stehen insgesamt sechs Konzerte auf dem Programm. Schauplätze sind jeweils Berggasthäuser und -hütten.
„Einerseits wollen wir die Jugend auf die Berge und raus in die Natur bringen und andererseits möchten wir den Älteren zeigen, dass es junge Dialektmusik abseits von Schlager oder Volksmusik gibt“, erklärt Vereinsobmann Stephan Wagner die Idee hinter der Konzertreihe.
Durch die Unterstützung der Volksbank NÖ Süd und des Landes Niederösterreich können die Konzerte allesamt gratis genossen werden. Über den einen oder anderen Euro „im Hut“ würden sich die Musiker aber sicherlich freuen.
Den Anfang machen am 14. August ab 17.00 Uhr die beiden steirischen Liedermacher Sigi Inlejnda und Erwin R. im Alpengasthof Enzianwirt auf der Mönichkirchner Schwaig (Wechsel). Dabei treffen zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich letztlich aber perfekt ergänzen.
Informationen: www.ipunktpage.at , www.mundartig.at
Die Termine und Schauplätze
14. August, Alpengasthof Enzianwirt, Mönichkirchner Schwaig (Wechsel)
Der steirische Liedermacher und Poetry-Slamer Sigi Inlejnda liest Gedichte und singt seine Lieder über den „schlechten Schmäh“. Als Kontrast dazu packt Erwin R ehrliche, unverblümte Mundarttexte in Songs, die den Geist von Blues, Rock und Reggae atmen.
Beginn: 17 Uhr, Sigi Inlejnda & Erwin R.
11. September, Hallerhaus in Schaueregg am Wechsel
Das Trio „Bettwenger“ folgt den oberösterreichischen Spuren mit Schlagzeug, Quetschn und schnellen Texten, eben… Attwenger, die B-Version. Der Stil: Eine Mischung aus Volksmusik und Rap, der Fokus liegt auf den „Ur“- Attwenger-Nummern.
Beginn: 15 Uhr, Bettwenger
17. September, Hubertushaus auf der Hohen Wand
Das Dreimäderlhaus aus der Steiermark um Frontfrau „JuleS“ fasziniert durch gefühlvolle Lieder und dreistimmigen Gesang.
Beginn 18.30 Uhr, JuleS & Band
24. September, Berggasthof Mamauwiese am Schneeberg
Drei Niederösterreicher und eine Tirolerin: „Narish“ vereint österreichische Volksmusik mit Klängen aus aller Welt.
Beginn 15 Uhr, Narish
8. Oktober, Hengsthütte am Schneeberg
Das Trio „Hauk“ ist in den Wiener Alpen zuhause. Der niederösterreichische Liedermacher Christoph Hauk singt mit unverwechselbarer Stimme Melodien die ins Ohr und Texte die unter die Haut gehen, spielt Gitarre und führt mit kurzweiligen Moderationen durch das Programm.
Beginn 15 Uhr, Hauk
21. Oktober, Gasthof Almfrieden, Hohe Wand
Das Duo „Lukacz Custos & Knecht Weber“ unterhält mit romantisch-sarkastischen Texten, verträumten Melodien und einer humorvollen Darbietung. Außerdem wird an diesem Abend die neue CD des Duos präsentiert.
Beginn 20.00 Uhr, Lukacz Custos & Knecht Weber
Weiterführende Informationen:
Dialektmusik
In letzter Zeit ist ein stetiges Wachstum der österreichischen Dialektmusikszene zu verzeichnen. Immer mehr Musikgruppen aus den verschiedensten Musikrichtungen entscheiden sich dafür, ihre Texte nicht auf Englisch oder Hochdeutsch, sondern im Dialekt zu schreiben. Der Trend zum Dialekt ist jedoch nicht mit Volksmusik oder Austropop gleichzusetzen. Dialektmusik ist eine Charakterisierung ohne Einschränkung, sie passt in keine musikalische Schublade.
Grundtenor: „Wir reden und träumen im Dialekt, warum sollte man da nicht auch im Dialekt singen?“ www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,559492
mundARTig
Der Jugend- und Kulturverein „i-punkt!“ widmet sich bis Ende 2012 der jungen Dialektmusik. Unter der eigens geschaffenen „Dachmarke“ mundARTig wird es zahlreiche Projekte und Veranstaltungen geben. Unter anderem gibt es 2wöchig eine Interviewreihe mit Dialektmusikern aus und um Österreich. www.mundartig.at , www.myspace.com/mundartig
Lukacz Custos und Knecht Weber (www.myspace.com/custosundweber)
Lukacz Custos und Knecht Weber bewegen sich auf ihren eleganten Melodiebeinen durch das Spinnennetz der Musikgeschichte. Ehe das Publikum sich wachgeträumt hat, ist es endgültig im Satierekokon versponnen. Das Duo bietet auf der Gitarre und am Kontrabass unkonventionelles Liedgut mit romantisch-sarkastischen Texten, verträumten Melodien und einer einzigartig humorvollen Darbietung.
Hauk (www.haukmusik.at)
Selten ist hierzulande mit solch herzerfrischender Leichtigkeit über die Tücken des Alltags und die Poesie des Augenblicks gesungen worden. Dabei ist das, was der niederösterreichische Liedermacher Christoph Hauk da in eingängige Melodien verpackt, schon etwas mehr als nur Text. Es sind mit scharfem Blick und pointiertem Witz gemalte Bilder aus dem Leben, die zum Nachdenken, Lachen und Träumen einladen.
Sigi Inlejnda (www.sigipop.com)
Sigi Inlejnda ist nicht nur Freak und „Schteira-Pop-Bote“. Als Liedermacher berührt er auch mit feinfühligen Gitarren-Songs und Poesie für die Seele. Unberechenbar, schrill und nachdenklich, gefühlvoll und schroff sind Inlejndas Lieder. Live kann man den Steirer schwer einordnen; ein Auftritt lässt sich wohl am ehesten mit „Musikkabarett“ beschreiben. Zwischen den Liedern liest die Neu-Entdeckung der heimischen Poetry-Slam-Szene Gedichte und Texte zu aktuellen Themen und gestaltet so ein kurzweiliges Programm.
Erwin R. (www.myspace.com/erwinrmusic)
Erwin R packt ehrliche, unverblümte Mundarttexte in Songs, die den Geist von Blues, Rock und Reggae atmen. In bester Singer-Songwriter-Manier beweist der in Graz und Berlin lebende Multiinstrumentalist, dass sich Unterhaltsames mit Sozialkritischem ebenso verbinden lässt, wie Nachdenkliches mit Spaßigem – und dass dieser Mix noch dazu gehörig grooven kann.
Aussender / Für den Inhalt verantwortlich: Christian Wagner, Tel 0699/813 92 718, christian.wagner@eiffelbaum.com