Matthias Lautners malerische Gestaltungsprinzipien sind auf einem dualistischen System von Figuration und Abstraktion aufgebaut. Zumeist bildet eine mit offenen Pinselstrichen und Rinnspuren texturierte Malfläche den Bildhintergrund. Auf ihn trägt Lautner in minutiöser Feinmotorik das figurative Motiv auf; Rückenfiguren, Löwen oder Pferde in beinahe fotorealistischer Sachlichkeit wiedergegeben. Während in den kleinen Motiven das miniaturhafte Trugbild der Realität im Mittelpunkt steht, und sich somit der Pinselstrich diesem Primat mehr unterordnet, sind es bei den größeren Figuren offenere Pinselstriche, die die Machart im Endprodukt vor Augen führen. Florian Steininger
Reihen, Stapeln und Schlichten sind Ordnungsprinzipien, die Thomas Gänszler zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit macht. Die Bandbreite der Materialien reicht von Aluminium, Stein, Wolle, Gummi, Holz, Kunststoff bis zu Stahl und Eisen und verweist auf technische und industrielle Arbeitsprozesse, die der Künstler auch in ihrer ästhetischen Dimension zu erfassen versucht. Die Fähigkeit, Dinge und Gegenstände zu begreifen, sie ihrer ursprünglichen Bedeutung zu entledigen und durch Transformationsprozesse neu zu codieren, zeichnet Gänszlers Arbeit aus. Eva Maria Stadler, Werner Feiersinger
Vernissage: Sa, 10. September um 18 Uhr, Ausstellungsdauer bis So 2. Oktober, Ort: Galerie 1 im Schloss Wolkersdorf, 2120 Wolkersdorf, Öffnungszeiten: Sa/So, Feiertag 14.00 bis 18.00 Uhr
Aussender / Infos: forumschlosswolkersdorf, Susanne Schwelle, 2120 Wolkersdorf, Schlossplatz 2, www.forumwolkersdorf.net