ORT: ULNÖ - Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Steiner Landstraße 3, 3504 Krems / Stein
BEGINN: 20 Uhr
EINTRITT: 10,- /erm. 8,-
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Polt kann's nicht lassen - und das freut seine Fangemeinde. Der vorliegende Erzählband um "eine der zartesten, trinkfreudigsten und handfestesten Figuren der deutschsprachigen Kriminalliteratur" (Tobias Gohlis, Die Zeit) berichtet in zwölf wunderbaren Geschichten aus dem Leben und Wirken des Simon Polt, und da sind plötzlich so an die zwanzig Jährchen zusammengekommen, in denen sich der sympathische Kriminalist mit dem herzerwärmenden Hang zur Entschleunigung im Weinviertel umgetan hat. Inklusive aller privaten und beruflichen Höhen und Tiefen, die einem halt so unterkommen.
Die unverzichtbaren WegbegleiterInnen sind natürlich vertreten, denn was täte ein Simon Polt ohne seinen Höllenbauer-Winzer, ohne Karin Walter, die schließlich ganz verbindlich an seiner Seite angelangt ist, selbst Frau Habesam, die nicht immer ganz friktionsfreie Greißlerin mit ihrer eigenartigen Salzgurkenphilosophie darf nicht abgehen - und selbstverständlich ist da noch einer, ohne den es gar nicht ginge: Czernohorsky, der Kater:
Im Morgengrauen kam Polt nach Hause. "Morgen, Czerno", begrüßte er seinen Kater. "Wirst hungrig sein." Er füllte den Freßnapf. Czernohorsky schnupperte und wandte sich dann gleichgültig ab. Polt schüttelte den Kopf. "Bist krank, Alter?" Verschlafen ging er zum Badezimmer, rutschte aus und hatte Mühe, auf den Beinen zu bleiben. Er bückte sich und hob, interessiert von seinem Kater beobachtet, ein glitschiges Stück Wursthaut auf. "Czernohorsky! Der Kater von einem Gendarmen, ein gemeiner Bratwurstdieb! Weißt du, was darauf steht? Tierheim! Trockenes Brot! Hartes Lager!" (Zwölf mal Polt, Haymon 2011)
Alfred Komarek
Vielfach für sein Werk aus-gezeichnet, u. a. mit dem Glauser-Preis für den besten Krimi und dem Goldenen Buch für über 25.000 verkaufte Exemplare, Meister in vielen Disziplinen, bezaubert – wieder einmal.
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