Waidhofen/In der Erinnerung an unsere Schulzeit verstehen wir die Ballade in erster Linie als erzählendes Gedicht. Wir wissen aber auch, dass sie neben den epischen auch lyrische und dramatische Elemente enthält.
Gewöhnlich verbinden wir auch die repräsentativen Werke diese Genres mit Goethe, Schiller, Meyer, Fontane und vielen anderen Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts.
Die Ballade des 20.Jahrhunderts erweitert aber den Begriff ganz wesentlich. Unmittelbares Zeitgeschehen, gesellschaftliche Zwänge, soziales Elend, Dekadenz, Krieg und Krankheit klagen Institutionen und Machtstrukturen an.
So wird die Ballade des 20.Jahrhunderts ein Instrument der Zeitkritik und Zeitanalyse. Sie vertraut nicht so sehr herkömmlichen Techniken, sondern geht oft neue experimentelle Wege, bekennt sich zu Grenzüberschreitungen und verlässt alte Traditionen.
Die beiden Germanisten Friedrich Zavarsky und Matthias Settele versuchen einmal mehr Bekanntes und Unbekanntes, Ernstes und Heiteres von Agnes Miegel, Börries von Münchhausen, Bert Brecht, Theodor Kramer, Franz Karl Ginzkey , Paul Celan und vielen anderen Autoren des 20. Jahrhunderts zutage zu fördern und den dynamischen Charakter der Ballade aufzuspüren.
Karten erhalten Sie im Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs, sowie bei allen Ö-Ticket Verkaufsstellen.
Aussender: Alexandra Tatzreiter, Büro des Bürgermeisters, Assistentin des Büroleiters, Oberer Stadtplatz 28, 3340 Waidhofen/Ybbs, Tel 07442/511-106, alexandra.tatzreiter@magistrat.waidhofen.at