Unter diesem Titel findet der Abschlussabend der Tullner Integrationsgespräche "ZusammenReden" am 20. November 2011 im Minoritensaal des Rathauses statt. Die Autorin und Literaturpreisträgerin Julya Rabinowich wird dabei aus ihrem neuen Werk "Herznovelle" lesen. Violinist Aliosha Biz (Volksoper, Dobrek Bistro) wird das Fest musikalisch gestalten. Beginn ist um 17.00 Uhr.
Rabinowich kam im Jahr 1977 aus der Sowjetunion nach Wien. Sie studierte von 1993 bis 1996 Dolmetsch an der Universität Wien und von begann 1998 ein Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien mit Schwerpunkt Malerei und Philosophie, das sie 2006 mit dem Diplom abschloss. Rabinowich arbeitet seit 2006 mit Flüchtlingen im Rahmen von Psychotherapiebehandlungen und als Dolmetsch für das Integrationshaus Wien und den Diakonie Flüchtlingsdienst.
Sie liest an diesem Abend aus ihrem neuen Werk "Herznovelle". Es geht darum um eine Frau, die von ihrem Mann zu einer Herzoperation ins Krankenhaus gebracht wird. Die beiden wirken wie Schlafwandler, keiner scheint den anderen wahrzunehmen. Nach einer erfolgreichen Operation kehrt sie schon nach wenigen Wochen nach Hause zurück. Doch schon bald plagen sie Träume, in denen sie mehr lebt als in ihrem realen Leben. Sie findet in den Alltag vor ihrer Operation nicht mehr zurück. Im Krankenhaus begibt sie sich auf die Suche nach dem Herzspezialisten, ihrem Lebensretter, der ihr Herz berührt hat. In der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart ist Julya Rabinowich eine neue Stimme, die aufhorchen lässt. "Herznovelle" ist ein Text über die große Sehnsucht nach einem Leben vor dem Tod.
Aliosha Biz wurde 1970 als Sohn einer aus Österreich stammenden Künstlerfamilie in Moskau geboren. Dort erhielt er Violinunterricht an der Moskauer Zentralmusikschule. Zwischen 1986 und 1989 studierte er am Tschaikovskij-Konservatorium. Seit 1989 lebt Aliosha in Wien. Aliosha beschäftigte sich verstärkt mit jüdischer Musik und spielte bei verschiedenen Klezmerensembles. Seit 1996 widmet er sich, nach einem Engagement am Stadttheater Klagenfurt, an der Seite von Karl Merkatz, verstärkt dem Musiktheater. Auf der Bühne lernte er auch den polnischen Akkordeonisten Krzysztof Dobrek kennen, mit dem er „Dobrek Bistro“ aus der Taufe hob. Mit Eigenkompositionen (Dobrek), subtilen Witz und scharfen kabarettistischen Pointen sorgen sie für Euphorie beim Publikum und ausverkauften Häusern.
Lesung, Musik und Fest
Sonntag, 20. November 2011, 17.00 Uhr
Minoritensaal/Rathaus Tulln, Minoritenplatz 1, Tulln
Eintritt frei!
Rückfragen: Andreas Pimperl, Kulturamt, Stadtamt Tulln a. d. Donau, Minoritenplatz 1, 3430 Tulln, Tel 02272/690-112, andreas.pimperl@tulln.gv.at , www.tulln.at , www.facebook.com/tullnistschoener
Aussender: Mag. Karin Rinderhofer, MAS, karin.rinderhofer@tulln.gv.at