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Veranstaltungen und Festivals

Ungarn, Europa und Erzählen - Evelyn Schlag & Zsuzsanna Gahse

Am 1. Dezember, 20 Uhr im ULNÖ Literaturhaus NÖ, Krems/Stein

Transflair: Ungarn, Europa und Erzählen
mit Evelyn Schlag und Zsuzsanna Gahse

ORT: ULNÖ - Literaturhaus NÖ, Steiner Landstraße 3, 3504 Krems / Stein
BEGINN: 20 Uhr
EINTRITT: 8,- /erm. 6,-
KARTEN: www.ulnoe.at bzw. 0664/432 79 73

Ungarn 1956. Ein historisches, ein symbolträchtiges Datum - so viele Schicksale. An der Grenze und über die Grenze zu Österreich. Und weiter. Auf den Spuren der Migrationen folgt die Literatur. Die Erfahrungen unfreiwilliger Fremde sind für die Sprachkunst seit den alten Mythen in allen Erdteilen wesentlicher Anreiz und anhaltendes Grundthema. Von jenen Menschen, die 1956 aus Ungarn flüchteten, erzählen hierzulande wenige Werke. Evelyn Schlag schildert so eine Geschichte, die mit ihren Fragen der Fremdheiten bis in unsere Jahre reicht.
Zsuzsanna Gahse ist 1956 mit ihren Eltern geflohen, dann in Wien und Kassel ins Gymnasium gegangen - die Schriftstellerin und Übersetzerin, die heute in der Schweiz lebt, hat tatsächlich erfahren müssen, was Evelyn Schlag in ihrer Fiktion darstellt. Zsuzsanna Gahse und Evelyn Schlag lesen und sprechen vom Über-Setzen, vom gezwungenen Weltenwechsel, über die Suche nach einem neuen Zuhause, über ihre literarischen Zugänge zum Thema und über die Frage, wie sich Zeitläufe auf (ihre) Sprachkunst auswirken und wie sie Fakten in ihre Fiktion einbeziehen.

Evelyn Schlag
Die Niederösterreicherin ist eine beeindruckende Lyrikern und auch ihr Prosawerk garantiert höchstes literarisches Niveau. Ihre Werke beschäftigen sich u. a. mit den Geschlechterbeziehungen, Emanzipation sowie mit der Bewältigung von Isolationssituationen und Krankheitserfahrungen. Ihr soeben erschienener Roman Die große Freiheit des Ferenc Puskás (Zsolnay) thematisiert grenzüberschreitend ein Stück der jüngeren Geschichte:

Oktober 1956: Nahe der österreichischen Grenze fallen Schüsse, Blut fließt. Schnell ist der Traum von der großen Freiheit in Ungarn vorbei. István Földesch flüchtet mit seiner Frau Etelka und dem Sohn László über die grüne Grenze. In einer Molkerei findet die Familie rasch Arbeit. Viele Jahre später begegnen sich der Rechtsanwalt Valentin Görtz aus Österreich und der Ungar László Földesch an einer Tankstelle. Obwohl sie sich nie zuvor gesehen haben, sind ihre Biographien eng miteinander verknüpft. Görtz findet heraus, dass sein Vater einst der Anwalt des Molkereidirektors war, und auch bei seiner Lebensgefährtin Katharina setzt László Erinnerungen in Gang. (Verlagstext)

Zsuzsanna Gahse
In Budapest geboren, floh mit ihren Eltern nach dem Ungarnaufstand 1956 und lebt heute - nach längeren Aufenthalten in Wien und Stuttgart - als freischaffende Schriftstellerin in Müllheim/Thur in der Schweiz, im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet. 2009 hatte die Autorin die Chamisso-Poetikdozentur in Dresden inne und reflektiert in ihrem Band Erzählinseln. Reden für Dresden über die Voraussetzungen und Bedingungen ihres Schreibens zwischen den Sprachen. Zsuzsanna Gahse, die auch als Übersetzerin aus dem Ungarischen arbeitet, ist Transmigrantin und eine "europäische Avantgardistin" (Gert Ueding); sie verknüpft, löst, übersetzt und kombiniert Sinnzusammenhänge neu - sie schreibt wider die Gewohnheiten. Ihr jüngster Band Donauwürfel. Gedichte (Edition Korrespondenzen 2010) ist eine hinreißend komponierte Ode an einen Strom:

"Zehn Silben mal zehn Zeilen bilden ein Quadrat, zehn Quadrate einen Würfel (10 x 10 x 10 = 1 Donauwürfel). In diesem neuartigen Versmaß von Zsuzsanna Gahse strömt die Erzählung durch das Buch. Der Donau und dem Sprachfluss folgend tauchen unentwegt Geschichten auf, um in den nachdrängenden Fluten wieder zu versinken." (Klappentext)

Klaus Zeyringer
Lebt in Angers (F) und in Wien, Professor an der Université Catholique de l’Ouest, Kritiker für Standard, Volltext, Literatur und Kritik. Zudem Experte für Fußball und Karl Valentin; Bücher, zuletzt: Österreichische Literatur seit 1945 (2001); erweiterte Neuauflage 2008 (Studienverlag); Ehrenrunden im Salon. Kultur - Literatur - Betrieb. Essay (2007).

Aussender: Wolfgang Kühn, Tel 0664/432 79 73, dummail@gmx.at , www.ulnoe.at

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