Beginn: 19:00h
Buchpräsentation
„Der schwer erziehbare
Kleiderkasten des Dr. Freud“/div>
Erzählungen von
Wolfgang Glechner
es liest der Autor
Wolfang Glechner, geb. 1951 in Ach/Oberösterreich, maturierte in Braunau und begann nach abgebrochenem Studium (Biologie, Japanologie, Jus) und Auslandsaufenthalten in Italien und Deutschland als Buchhändler in Wien zu arbeiten. Später unterrichtete er als Volksschullehrer in Favoriten. Seit dieser ‚Überdosis Kinder‘, wie er es gerne ausdrückt – er war in dieser Zeit auch noch fünfzehn Jahre lang alleinerziehender Vater – lebt er seit 1990 freischaffend als Maler, Kellner, Computerspiel-Designer und Schriftsteller.
Sein kunterbunter Lebenslauf spiegelt sich auch in seinen Erzählungen wider. Ob er nun wie in seinem ersten Buch „Jetzt schlagt’s Dreizehn“ in oberösterreichischer Mundart schreibt, oder in Hochdeutsch wie in seinem 2011 erschienen zweiten Buch „Der schwer erziehbare Kleiderkasten des Dr. Freud“, seine Geschichten sind so hinterfotzig heiter wie spannend, während seine Helden ihr Geheimnis nie ganz erraten.
„Der schwer erziehbare Kleiderkasten des Dr. Freud“
Warum kracht es ständig in Sigmund Freuds Kleiderkasten? An C.G. Jungs Besuch bei seinem Lehrer knüpft sich in der Titelerzählung eine wundersame Streiterei im Wiener Vorstadtmilieu – schillernd in einer faszinierenden Mischung aus katastrophalem Halbwissen und nachdenklicher Klugheit.
Auch in den anderen Erzählungen treffen wir auf recht außergewöhnliche Hauptfiguren, die sich regelmäßig in ihre eigenen seltsamen Unternehmungen verirren. Wie jener Dichter beispielsweise, der eine Kaufhauskette mit seinen stilistisch ausgefeilten Erpresserbriefen in die Knie zwingen will. Oder der etwas abgehobene Heidelbeeryogi, der ausgerechnet in einem Lungauer Almhirten einen allzu gelehrigen Jünger findet.
Jede der zwölf Erzählungen scheint ihr Geheimnis zu haben, aus dem sich ihre je besondere Spannung herleitet, oft mit überraschender Lösung, manchmal auch verblüffende Fragen zurücklassend, wie in der Ich-Erzählung des Walter Cernajsek, dessen auffällige Gedächtnislücken Verdacht erwecken. Ist er tatsächlich halb dement? Oder nur ein raffiniertes Schlitzohr? Oder ist er das Gegenteil, nämlich ein wunderbarer und außergewöhnlich taktvoller Ehemann?
Für jede Deutung liefert die Erzählung gleichermaßen überzeugende Gründe – ein spannendes equilibristisches Kunststück, das Emotionen und Leserfantasie nachhaltig in Bewegung setzt … (C.S.)
Aussender: Helga Panagl, 3062 Kirchstetten, Ringstraße 49, Tel. und Fax 02743/8686, helga.panagl@kulturstammtisch.at.