Ilse Aichinger, die Grande Dame der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, feierte am 1. November 11 ihren 90. Geburtstag.
Die Präzision und Subtilität ihrer Sprache, in der sie die Entwurzelung einer ganzen Generation protokollierte und für die Nachwelt erfahrbar machte, brachte Ilse Aichinger die Bewunderung einer breiten Leserschaft und der Literaturkritik sowie zahlreiche internationale Preise ein.
Wilhelm Genazino meinte zu Kleist, Moos, Fasane: „Sie verzichtet auf das Umphantasieren ihres Lebens (die Ich-Flucht) und gibt stattdessen den Blick frei auf die grandiose Wahrhaftigkeit ihres Denkens und Empfindens. Ich weiß (nach Kafka) kein neueres Buch, in dem die Entblößung des modernen Ichs rückhaltloser eingestanden wird als hier.“
Die große österreichische Autorin und Schauspielerin Erika Pluhar liest zum ersten Mal aus der teilweise autobiografischen, analytischen und sinnlichen Anthologie Kleist, Moos, Fasane, der Ilse Aichinger sowie aus ihren Erzählungen Der Gefesselte, Eliza Eliza,Ihrem Gedichtband Verschenkter Rat und ihrem Prosaband Schlechte Wörter.
Donnerstag, 23. Februar 2012, 19.30 Uhr
Aussender, Info, Karten: Landestheater Niederösterreich, Rathausplatz 11, 3100 St. Pölten, T: 02742/90 80 60 – 600, karten@landestheater.net, www.landestheater.net