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Veranstaltungen und Festivals

Vortrag am Kamin ? ?Allerlei Erbschaften?

Am 11. April um 18 Uhr im Haus der Regionen in Krems-Stein

Zum Auftakt der neuen Reihe der Kremser Kamingespräche im Frühjahr 2012 diskutierten Soziologe und Wissenschaftshistoriker Karl Acham und die Rechtsexpertin Constanze Fischer-Czermak zum Thema „Gerechtes Erbe“. Ob „gerechtes Erbe“ möglich ist oder einen Widerspruch in sich darstellt, darüber waren sich beide Referenten einig: Je mehr Mitglieder eine soziale Gruppe zählt, desto höher ist auch die Zahl der Neider. Demnach sei die gerechte Verteilung innerhalb einer Familie wahrscheinlicher als in einer größeren Gesellschaft. Gerechtigkeit durch Gleichheit zu definieren, wie es in kommunistischen Gesellschaften der Fall war, sieht Professor Acham allerdings als Utopie und einen historischen Fehler.

Im zweiten großen Themenpunkt führte Professor Acham kulturspezifische Unterschiede, wie etwa zwischen den USA und Europa, im Umgang mit Erbe und den Diskurs darüber, an. Neben dem Phänomen, über Erbe und dem damit Verbundenen Thema des Ablebens zu schweigen, was Professor Acham mit kulturellen Traditionen, welche sich über Jahrhunderte herauskristallisiert haben, erklärt, führt Professor Constanze Czermak das Phänomen der Instrumentalisierung genau dieses Themas an. Oftmals erwartet sich der zukünftige Erblasser etwa eine Gegenleistung. Als dritten Aspekt führt sie die Tendenz potentieller Erben selbst an, diese Thematik zu umgehen. Sinnvoll ist es, so stimmen beide Referenten überein, sich früh genug damit auseinanderzusetzen.

Das Erbrecht, welches seit der Antike besteht und einem stetigen Prozess unterworfen ist, hängt wiederum stark von gesellschaftlichen Entwicklungen ab. Während früher noch der Familienverband im Vordergrund stand, kamen durch die Entwicklung zur Kleinfamilie massive Änderungen hinzu, wie etwa das Erbrecht der unehelichen Kinder, des Ehepartners oder jüngst das Erbrecht eingetragener Partnerschaften. In Österreich gibt es einen großen Fluss von Vermögen über Erbschaften von Generation zu Generation, eine Tatsache, so Acham, die zu sozialen Spannungen zwischen Einheimischen und Migranten führen kann. Grundsätzlich wird Ungerechtigkeit aber nicht durch das Erbrecht begründet. Asymmetrische Erbschaften können soziale Folgeerscheinungen wecken, aber es kommt immer darauf an, wie das Individuum seine persönliche Situation deutet und welche sozialen Verpflichtungen zwischen Generationen vererbt werden.

Auf die Abschlussfrage, ob es gerecht wäre unverdient, also durch Erbschaft, reich zu sein, so antwortet Fischer-Czermak diplomatisch: „Es käme nämlich darauf an, welchem Gerechtigkeitsbegriff man folge.“ Laut Achim wird die Sozialbindung des Eigentums zu wenig thematisiert: Auch leistungsfreies Erbe kann ein Erbe darstellen, das verpflichtet.

Aussender: Volkskultur Niederösterreich, Mag. Dr. Lejla Halilovic, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Haus der Regionen, Donaulände 56, 3504 Krems-Stein, Tel 02732/85015 29, Fax 02732/85015 27
Mobil: 0664/960 88 58, lejla.halilovic@volkskulturnoe.at, www.volkskulturnoe.at

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