Am Samstag, 21. April ist große Saisoneröffung im Museumsdorf. Das neue Museumsjahr beginnt mit dem großen Pflanzenmarkt im Südmährer Hof. GartenliebhaberInnen haben die Möglichkeit biologisch gezogene Pflanzenraritäten aus der Region für den eigenen Garten zu erstehen. Für die Besucher des Pflanzenmarktes gibt es freien Eintritt in den Südmährer Hof.
Um 15.00 Uhr findet die Themenführung "Frühjahrsbräuche" mit Andrea Grünwald statt. Bräuche bildeten wiederkehrende Höhepunkte im dörflichen Leben. Sie waren mit kirchlichen und privaten Festen oder Terminen im Jahreskreis verbunden. Wenn die Osterglocken nach Jesu Tod nach Rom geflogen waren, wurde das Kirchengeläute drei Tage lang durch die Ratschen der Kinder ersetzt. Etwas später führten Bittgänge durch die Fluren, um den Segen für eine gute Ernte zu erbitten. Bis heute zieren im Mai hohe Maibäume die Dörfer. Am Abend zum 1. Mai wurden sie von den Burschen einer Ortschaft aufgestellt, die gerade volljährig geworden waren. In der darauf folgenden Nacht durfte allerhand Schabernack getrieben werden und zwischen jungen Liebespaaren wurde mit Kalkfarbe ein Maistrich gezogen.
Auch viele kirchliche Feste wurden im Frühjahr gefeiert: Die Erstkommunion fand stets am „Weißen Sonntag“, zwei Wochen nach Ostern statt. Der Mai war der klassische Monat für Hochzeiten und die Primiz, die erste Messe eines neu geweihten Priesters, die traditionell zu Peter und Paul gehalten wurde.
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