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Veranstaltungen und Festivals

Jungsteinzeitliches Langhaus wird im Urgeschichtemuseum Asparn/Zaya errichtet

Spatenstich: 14. Mai, 17 Uhr durch Landesrat Mag. Karl Wilfing

Die Lebenswelten der Stein-, Bronze- und Eisenzeit werden im Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn/Zaya den Besuchern sehr greifbar näher gebracht. Dieses Jahr erfährt die Steinzeit eine Veränderung. Am 14. Mai erfolgt der Spatenstich für ein Neolithisches Langhaus, das die Lebensweise der „ersten Bauern“ vor 7.000 Jahren zeigen wird. Das ca. 28 Meter lange Gebäude wird durch eine Brotbackhütte und ein „historisches“ Getreidefeld ergänzt. Besucher werden in der Saison 2012 oft live dabei sein, wenn der Bau des Langhauses Formen annimmt oder das erste Fladenbrot in den Lehmkuppelöfen der Brotbackhütte gebacken wird.

Langhäuser gehören zu den wichtigsten nachweisbaren Häusern der Ur- und Frühgeschichte. Von der Jungsteinzeit (Neolithikum) bis weit ins Mittelalter sind diese Haustypen anzutreffen. Im Freigelände des Urgeschichtemuseums wird nun von Mitte Mai bis Ende August nach einem archäologischen Befund aus Schwechat bei Wien ein Langhaus pfostengetreu errichtet. Der Befund datiert in die Zeit der ersten Bauern, in die jüngere Linearbandkeramik um 5.000 v. Chr., und hat eine Länge von ca. 28 m sowie eine maximale Breite von ca. 6 m. Für die Pfosten wird Eichenholz zum Einsatz kommen, das durch seinen hohen Gerbsäuregehalt den holzzersetzenden Kräften des Bodens lange Widerstand leisten kann und dadurch eine lange Nutzbarkeit des Hauses garantiert. Große Bereiche der Wände werden in Flechtwerktechnik ausgeführt und mit Lehm verputzt. Das Dach wird mit Schilf eingedeckt. Im Zuge der Errichtung des Gebäudes haben Wissenschaftler nun auch die Möglichkeit, nachgebaute Werkzeuge des Neolithikums aus Stein, Knochen und Holz zu erproben und archäologische Experimente durchzuführen.

Für Archäologen und Forscher stellt dieser Haustyp konstruktionsbedingt einen Glücksfall dar, da die aufgehenden Pfosten zur Stabilisierung der Konstruktionen bis zu 120 cm tief in den Boden eingegraben wurden und sich ihre Spuren somit auch dann noch archäologisch nachweisen lassen, wenn die heutigen Bodenoberflächen durch Erosion und Beackerung bereits weit unter dem ursprünglichen Begehungshorizont der Vergangenheit liegen.

Das Urgeschichtemuseum bei der Landesausstellung 2013
Im Jahr 2013 ist die Niederösterreichische Landesausstellung im Weinviertel zu Gast. Die Weinhauptstadt Poysdorf und das Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn an der Zaya beleuchten im Rahmen der Landesschau die beiden Jahrtausende alten kulturgeschichtlichen Themen „Brot“ und „Wein“. Im Schloss Asparn dreht sich dabei alles um das Grundnahrungsmittel Brot, das vor etwa 8000 Jahren eine wahre Revolution in der Ernährung der Spezies Mensch eingeläutet hat. Waren die Jäger und Sammler bis dahin fast vollständig in ihrer Existenz davon abhängig, das zu nehmen, was ihnen die Natur bot, so brachte die Möglichkeit des Anbaus von Getreide und damit die Erzeugung von Brot auch den Wandel von Nomaden zur Sesshaftigkeit. Die Ausstellung im Rahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung 2013 spannt den zeitlichen Bogen der Geschichte des Brotes von der Urgeschichte über die Antike und das Mittelalter bis in die Gegenwart und macht dabei sichtbar, dass auch bei der heutigen Lebensmittelinszenierung die Urinstinkte der einstigen Jäger und Sammler angesprochen werden.

Um jene Zeit der kulturellen Revolution, in der das Jäger- und Sammlertum in den Hintergrund trat und sich sesshafte, agraische Strukturen entwickelten, optimal präsentieren zu können, wird 2012 das Jungsteinzeitliche Langhaus und eine Brotbackhütte auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse errichtet. Bei der Errichtung steht die Experimentelle Archäologie stets im Vordergrund.

Aussender / Infos: MMag. Renate Heger, Presse Urgeschichtemuseum Niederösterreich Asparn/Zaya, Tel 02577/84 180, 0664/604 99 281, renate.heger@urgeschichte.at , Schlossgasse 1, 2151 Asparn/Zaya, www.urgeschichte.at

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