Wir laden sehr herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung TWOTIMING von Oliver Hangl am Samstag, den 19. Mai 2012, um 16 Uhr museumORTH / 2304 Orth a. d. Donau / Schloss Orth
Es sprechen
Waltraud Matz, Vizebürgermeisterin
Hilde Fuchs, Kuratorin
Norbert Pfaffenbichler, Medienkünstler
René Lobner, Abgeordneter zum NÖ Landtag, in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
Bezugnehmend auf die Geschichte des Schlosses Orth und das aktuelle Thema der Jahresausstellung "Das verborgene Renaissance-Juwel Schloss Orth" stellt der Medien- und Performancekünstler Oliver Hangl in der Reihe Alltagskultur und Gegenwartskunst im dort situierten museumORTH, kuratiert von Hilde Fuchs, zwei radikale und nachhaltig bedeutende Entdeckungen der Renaissance ins Zentrum seiner Arbeitsserie twotiming, PERSPEKTIVE und IDENTITÄT.
Führte die Entdeckung der Perspektive zu einer grundlegend veränderten Wahrnehmung des Raumes in den bildenden Künsten, ging damit Hand in Hand die fortschreitende Selbstwahrnehmung des Menschen als Individuum unabhängig von einem größeren Zusammenhang und -halt. In der Folge revolutionierte 300 Jahre später die Erfindung der stereoskopischen Fotografie erneut die räumliche Wahrnehmung. Nach erster breiter Aufmerksamkeit Anfang des 20. Jahrhunderts und einem kurzen Hype in den 70er Jahren, hält die Technik durch IMAX und 3D-Filme aktuell wieder Einkehr in Kinosäle und auf Spielkonsolen. Dort funktioniert sie unter anderem als identitätsstiftendes Werkzeug für auf Individualität ausgerichtete Gesellschaftsentwürfe, deren Auflösungserscheinungen sowohl Politik, Philosophie und letztlich auch unseren öffentlichen und privaten Alltag in zunehmendem Maße verunsichern.
Den Erscheinungs- und Anwendungsformen dieser Phänomene geht twotiming nach, wobei die formale Umsetzung fließend ist. Der Arbeitsprozess beinhaltet den Einsatz und die künstlerische Erforschung der gestellten Thematiken von und in mehreren audiovisuellen Medien, Installationen und Performances und bezieht auch weitere Sinne mit ein. Ausgehend von der stereoskopischen Fotografie und der Existenz des dadurch entstehenden Bildes allein als Ergebnis intellektueller menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit, als Abenteuer im Kopf, nicht als physische Gegebenheit, stehen auf Zweikanalität basierende Wahrnehmungsformen im Zentrum des künstlerischen Interesses und des für die Besucher Erlebbaren. Duale Eindrücke performed in verschiedenen Medien mit unterschiedlichen Sinnen von Besucherseite erfassbar, bringt twotiming und zwar bis 1. November 2012 täglich im museumORTH (9-18 Uhr, ab Okt.9-17 Uhr). www.museum-orth.at
Oliver Hangl - Kurzbiografie:
Geb. 1968 in Grieskirchen (OÖ), Studium: Theaterwissenschaft, Italienisch an der Uni Wien. Schläft und arbeitet in Wien. Oliver Hangl, ursprünglich Schauspieler und Bühnenbildner (u.a. Serapionstheater, "Assistent Robin" in der TV-Produktion "Phettbergs Nette Leit Show"), bewegt sich in performativen Disziplinen und medialen Räumen ebenso wie in den klassischen Ausstellungsräumen der bildenden Kunst. Realitätsbrüche, Verdoppelungen und Zwischenwelten markieren seine aktuellen Arbeiten, die nicht an ein Medium gebunden sind. Seit Anfang 2008 betreibt er den Projektraum "k48 - Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung" in Wien. www.olliwood.com
Shuttlebus von Wien nach 2304 Orth a. d. Donau:
ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 14.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 18.00 Uhr. Um Anmeldung bis 16. Mai wird gebeten unter 02742/9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR.
Weitere Informationen unter www.publicart.at.
Aussender: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abt. Kunst u. Kultur, KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, Kontaktperson: Martina Zadrazil, Tel 02742/9005 13504, Fax 02742/9005 13910, martina.zadrazil@noel.gv.at