Russkaja mit Panzerkreuzer Potemkin im Fluss
Die österreichische Skaband mit russischer Seele vertont Sergei Eisensteins Stummfilmklassiker aus 1925 neu und präsentiert das Ergebnis im Rahmen des Viertelfestivals live im Plenkersaal Waidhofen/Ybbs.
„... in Fluss analysieren bewegen verändern“, so lautet das Motto des diesjährigen Viertelfestivals NÖ, das heuer vom 12. Mai bis 12. August im Mostviertel über die Bühne geht. Damit trägt das Viertelfestival auch der Tatsache Rechnung, dass die Welt und ihre Wertigkeiten einem ständigen Wandel unterworfen sind. Dass damit eine sich ändernde Rezeption von Kunstwerken einhergeht, dessen war sich schon der Großmeister der filmischen Montage, der russische Regisseur Sergei Eisenstein (1898 bis 1948), bewusst. Eisenstein wünschte sich deshalb, dass jede nachfolgende Generation ihre jeweils eigene Musik zu seinem wohl bekanntesten und wirkmächtigsten Film komponieren möge: dem Revolutionsdrama „Panzerkreuzer Potemkin“. Der Film, der sich recht frei auf reale Ereignisse bezieht, erzählt von der Meuterei der Besatzung des im Hafen vor Odessa liegenden russischen Kriegsschiffes Potemkin gegen die zaristische Obrigkeit im Revolutionsjahr 1905. Die Nachricht der Meuterei verbreitet sich rasch unter der Bevölkerung von Odessa, die daraufhin in den Hafen strömt. Auf der monumentalen Hafentreppe schlägt das zaristische Regime in einer der wohl legendärsten Szenen der Filmgeschichte jedoch grausam zurück. „Panzerkreuzer Potemkin“ wurde am 21. Dezember 1925 als offizieller Jubiläumsfilm der Revolution von 1905 im Moskauer Bolschoi-Theater erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Komponisten von Weltrang - von Edmund Meisel über Nikolai Krjukow und Mark-Andreas Schlingensiepen bis hin zu den Pet Shop Boys - sind dem Wunsch Eisensteins nach einer Neuvertonung dieses cineastischen Meilensteines über die Jahrzehnte nachgekommen. Fast 90 Jahre nach der Uraufführung stechen nun Russkaja mit dem Panzerkreuzer Potemkin im Ybbstal erneut in See, um hier musikalisches Neuland zu betreten. Die österreichische Skaband mit russischer Seele hat Eisensteins Stummfilmklassiker neu vertont und präsentiert das Ergebnis am 1. Juni um 20.00 Uhr im Rahmen des Viertelfestivals in einer exklusiven Uraufführung im Plenkersaal Waidhofen/Ybbs. Die „Kasatchock-Superstars“ von Russkaja werden dabei die Filmprojektion von „Panzerkreuzer Potemkin“ live mit ihrem eigens komponierten Score unterlegen. Wie diese Neudeutung konkret aussehen wird, kann an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Anzunehmen ist aber, dass - ganz im Sinne Eisensteins - neben dem musikalischen auch das performative Element nicht zu kurz kommen wird, und sich Russkaja-Frontmann Georgij die Matrosen-Kluft überstreifen und selbst an Bord des Panzerkreuzers begeben wird. Ein einzigartiger Abend zwischen wodkageschwängerter Melancholie und glückstrunkenem Eskapismus, zwischen Wahnsinn und Genialität steht bevor.
Umgesetzt wird dieses Projekt vom Verein Kunstbank Ferrum, der mit dem Filmzuckerl und dem Schlosshofkino erfolgreich Programmkinovorführungen in Waidhofen/Ybbs veranstaltet.
Karten sind im Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs, Schlossweg 2, 3340 Waidhofen/Ybbs, Tel 07442/511-255, tourismus@waidhofen.at ; bei Ö-Ticket, sowie an der Abendkasse erhältlich.
Aufführungsort: Plenkersaal Waidhofen/Ybbs, Plenkerstraße 8, 3340 Waidhofen/Ybbs
Karten: VVK 16€, AK 19€
Kunstbank Ferrum, Unterer Stadtplatz 8, 3340 Waidhofen/Ybbs, Tel 07442/53 611-0, http://kunstbank.waidhofen.at
Presserückfragen: Andreas Kössl, a.koessl@tele2.at , Tel 0664/322 35 17
Aussender: Alexandra Tatzreiter, Büro des Bürgermeisters, Assistentin des Büroleiters, Oberer Stadtplatz 28, 3340 Waidhofen/Ybbs, Tel 07442/511-106; Fax 07442/511-109, alexandra.tatzreiter@magistrat.waidhofen.at