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Veranstaltungen und Festivals

Ausstellung L'Èducation de Rosette - Bertha von Suttner und der Kaukasus

Eröffnung 26. Mai, 16 Uhr im Schüttkasten Harmannsdorf

im Schüttkasten und Garten des Schlosses Harmannsdorf

Seit 2009 lädt Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich zusammen mit dem Internationalen Bertha von Suttner Verein KünstlerInnen ein, ihren Blick auf die vielschichtige Persönlichkeit Bertha von Suttners zu richten. Beschäftigte sich die Ausstellung "Bertha von Suttner Revisited" 2009 mit der gesellschaftspolitischen Dimension der Friedensnobelpreisträgerin und jene mit dem Titel "Die edlen Früchte und die Gouvernante" 2010 mit dem sozialen Status Berthas als Gouvernante der Töchter Suttner im Schloss Harmannsdorf, dreht sich die Schau 2012 um die geheimnisvolle, als exotisch empfundene Welt des Kaukasus, um Liebe, Leidenschaft und Flucht, um die 'andere' Bertha von Suttner und ihr abenteuerliches Leben im Land der Medea. Für die von Brigitte Huck kuratierte Ausstellung sind aufregende, neue Arbeiten entstanden, die im Schüttkasten, in der Orangerie und im Garten von Schloss Harmannsdorf gezeigt werden.
Zu sehen sind Beiträge von Josef Dabernig, Katrina Daschner, Stefan Frankenberger, IRWIN, Helmut & Johanna Kandl, Sonia Leimer, Markus Schinwald und Nino Sekhniasvili.

Im Zentrum der Ausstellung steht die an Originalschauplätzen in Georgien entstandene Arbeit "Wir holen uns das Goldene Vlies!" des Künstlerpaars Helmut & Johanna Kandl, die sich auf die Freundschaft des jungen Paars Bertha und Gundaccar von Suttner zur mingrelischen Fürstenfamilie Dadiani bezieht. Referenz für den Film ist der Einakter "L’Éducation de Rosette", den Bertha für das private Schlosstheater der Dadianis schrieb. Helmut & Johanna Kandl spürten das Manuskript im Genfer Völkerbundarchiv auf, Oliver Hölzl übersetzte es vom Französischen ins Deutsche. Das darin enthaltene Musikstück 'La Timbale d'Argent' aus der Operette von Léon Vasseur und die ebenso vergessene Lacharie aus Manon Lescaut von Auber werden im Video durch die georgische Gesangsstudentin Megi Chikhradze zu neuem Leben erweckt. Auf das antike Kolchis nehmen Helmut & Johanna Kandl ebenso Bezug wie auf das Motiv der Flucht von Liebenden (Medea/Jason, Manon/Des Grieux, Bertha/Arthur). Dabei stellen sie der historischen Situation die profane Welt der Strassen, Märkte und Überlebensstrategien im Tiflis der Gegenwart gegenüber.

Politische Konnotationen von Raum und die Präsenz des Strukturellen kennzeichnen Josef Dabernigs die Wandzeichnung "Frozen Moments" in der Orangerie des Schlossgartens. Axonometrien, Perspektiven, Aufrisse und Schnitte dreier, die georgische Geschichte architektonisch rezipierender Gebäude, treten einander darin gegenüber.

Katrina Daschners Antwort auf die matronenhaft, strenge Darstellung Bertha von Suttners, wie sie durch den 1000 Schillingschein Verbreitung fand, ist der Film "Bertha". Darin bezieht sie sich auf Glamour, Sexualität, Fantasien und Begehren, inszeniert sie gegen den Strich von Wahrnehmungskonventionen und interpretiert die abenteuerliche Amour Fou Suttners als erotische, schrille Parabel.

Die Toninstallation "der unbekannte soldat"; des Soundkünstlers Stefan Frankenberger nimmt sich die Friedenskämpferin als Schriftstellerin vor. Verschiedene Angehörige des österreichischen Bundesheeres, konkret des Militärkommandos NÖ, lesen und interpretieren damit Texte von und über Bertha von Suttner. Geschnitten und zusammengestellt ist das im Schlossgarten zu hörende Tonmaterial mit Augenmerk auf Rhythmik und Authentizität.

"Was ist Kunst, Tbilisi" fragt das slowenische Künstlerkollektiv IRWIN mit der gleichnamigen in Harmannsdorf ausgestellten Fotoarbeit, die in Kollaboration mit der Georgischen Armee 2007 entstand. Uniformierte Soldaten bilden vor der Kulisse Tbilisis diesen Satz als Artefakt nach. IRWIN setzt seine radikale Strategie der Appropriation von Symbolen staatlicher Ideologie ein, um die gemeinsamen Anliegen politisch engagierter Künstler zu formulieren.

Sonia Leimers Film "Western" zeigt das "zu erobernde" Land der Bertha von Suttner, jene atemberaubende georgische Landschaft, die als Kulisse für DDR-Produktionen des Genres diente. Im wilden Osten spielt ein Damenstreichsextett des State Orchestra Tbilisi die transkribierte Filmmusik Elmer Bernsteins aus "Die glorreichen Sieben"(1960) von John Sturges. Mit Blick auf das autonome Gebiet Südossetiens, das völkerrechtlich ein Teil Georgiens ist, geht es Leimer auch um Fragen nach Territorium, Identität und Staatsgefüge.

Mit "Meryl", verweist Markus Schinwald auf die prekäre Lage moderner, intellektueller Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Veränderung und Zurichtung privater Bildnisdrucke der Zeit ist ein Werkkomplex, den der Künstler seit vielen Jahren kontinuierlich erweitert, dabei gilt sein Interesse dem Körper als kulturgeschichtliche Konstruktion.

Die Skulptur "Chess" der Tifliser Künstlerin Nino Sekhniashvili, ein Schachbrett aus rohem Holz mit roter Farbe bedruckt, erzählt mit den darauf liegenden drei Schafsknochen von der georgischen Tradition, die Zukunft durch das Werfen von Tierknochen vorherzusagen. Die Arbeit kann auch als Referenz auf jenen Lebensabschnitt gesehen werden, den die junge Comtesse Kinsky mit ihrer Mutter, einer notorischen Spielerin, in den europäischen Casinos verbrachte, wo sie Ekaterine Dadiani zum ersten Mal begegnete.

"L'Éducation de Rosette - Bertha von Suttner und der Kaukasus" ist zu sehen und zu hören bis 9. September 2012, Fr 16 -19 Uhr / Sa u.So 13 - 19 Uhr, 3713 Harmannsdorf 1

Shuttlebus am 26.05.2012 von Wien nach 3713 Harmannsdorf:
ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 14.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 19.00 Uhr. Um Anmeldung bis 24. Mai wird gebeten unter Tel 02742/9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Am Samstag, den 09. Juni 2012 führt die Landpartie III zur Ausstellung weitere Informationen unter www.publicart.at

Das Projekt "Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich" ist eine Erfolgsgeschichte, die wesentlich mit der Kontinuität qualitätvoller Arbeit und der durchgehenden Bereitschaft zu Dialog und Diskussion zu tun hat. Nirgends sonst treffen Kunst und demokratische Öffentlichkeit so direkt aufeinander. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Eine Veranstaltung von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bertha von Suttner Verein und der Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring.

Aussender: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abt. Kunst u. Kultur, KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, Kontaktperson: Martina Zadrazil, Tel 02742/9005 13504, Fax 02742/9005 13910, martina.zadrazil@noel.gv.at

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