Kommentierter Streifzug durch das gemeinsame musikalische Erbe Österreichs und Tschechiens.
6. Juni 2012, 18.30 – 20.00 Uhr
Im Schüttkasten des Lindenhofes, Oberndorf bei Raabs 7, 3820 Raabs an der Thaya
Moderation: Dr. Richard Steurer
Interpretation: Martinu-Quartett
Mit Werken von: Franz Schubert, Bedrich Smetana, Antonín Dvorák, Johannes Brahms, Josef Suk, Erwin Schulhoff, W.A. Mozart
EINTRITT FREI!
Österreich und Tschechien, bzw. Böhmen und Mähren, sind Regionen, in denen Musikgeschichte geschrieben wurde. In einem besonderen kulturellen Umfeld entwickelten Komponisten und Dirigenten über die heutigen Grenzen hinweg musikalische Höchstleistungen, die weltweite Anerkennung fanden und finden.
Gleichzeitig kam es in diesem mitteleuropäischen Raum zu großen Auseinandersetzungen, die vor allem durch den modernen Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert eskalierten. Dabei wurden auch die Musik bzw. Komponisten als Propagandaträger verwendet, meist jedoch entgegen der eigentlichen Intentionen der Musikschaffenden selbst.
Im Rahmen eines ca. 90 minütigen Musikabends werden zentrale österreichische sowie böhmisch/mährisch/tschechische Komponisten und Auszüge aus ihren Werken vom renommierten Martinu-Quartett aus Prag vorgestellt, und vom ausgewiesenen Spezialisten, dem Wiener Musikwissenschaftler Richard Steurer, in den historischen Kontext gebracht sowie die Hintergründe zu Komponist und Werk erklärt. Es wird gezeigt, dass Musik, trotz aller nationalen Spannungen, immer eine Klammer für Mitteleuropa war.
Der Abend richtet sich nicht nur an besonders fundierte Musikliebhaber, sondern soll vor allem ein breiteres interessiertes Publikum mit der Materie vertraut machen und unterhalten.
Veranstalter: Projektpartner Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Außenstelle Raabs
Aussender / Anmeldung möglich bei: Mag. Philipp Lesiak, Tel 0664/123 75 34, philipp.lesiak@bik.ac.at