Bei Holzarbeiten wurde früher alles verarbeitet, also kleine Äste genauso wie dicke Stämme. Meistens waren die Frauen damit beschäftigt, das Kleinholz zu biadln zu verarbeiten. Das gleiche geschah mit den geschnittenen Reben der Weinstöcke. Beim Heizen verwendete man das Holz der biadln zum Unterheizen. Beim Brotbacken wurden, wegen der raschen, großen Hitzebildung, die ganzen biadln in den Ofen gegeben. Auch zum Erhitzen des Schweinefutterkessels wurde diese Eigenschaft genutzt. Herr Öttl aus Erdpreß verbrachte den vorvergangenen Winter damit, das Abfallholz eines Windschutzgürtels zu biadln zu bündeln. Um diese zusammenzuhalten, verwendete er eine Widl. biadl an biadl lag dann - wie eine langgestreckte Skulptur - neben der Straße zwischen Erdpreß und Loidesthal. Das hat mich inspiriert. Ob wir die Bürde des Lebens in einem biadl wiedererkennen, hängt ab von der Zeit, die wir mit Nachdenken verbringen.
Ausstellungseröffnung, Donnerstag, 7. Juni um 16 Uhr, Heinz Stadlbacher: Worte zum Anlass, Benedikt Plößnig, Achim Linhart. Musik, Ort: am „Nexinger Acker“ von Nexing kommend Richtung 2224 Niedersulz vorm Bahnübergang links (oder umgekehrtJ) Info: www.facebook-biadl
Aussender: Martha Plößnig, martha.ploessnig@und-so.at , Tel 0680/32 05 389