In der neuen Ausstellung der Stadtgalerie Waidhofen wird eine Gegenüberstellung zweier künstlerischer Positionen gezeigt, die sich mit unterschiedlichen Zugängen dem Thema Baum annähern.
Der polnische Bildhauer Robert Puczynski, der in Wien bei Professor Franz Xaver Ölzant an der Akademie der bildenden Künste studiert hat, arbeitet vorrangig mit Holz. Aus dem Werkstoff schneidet er vielgestaltige Kompositionen, die mit dem Moment des Durchblicks operieren und zugleich der Behandlung der Oberflächen große Aufmerksamkeit schenken. Die materialimmanente Maserung wird zum maßgeblichen farblichen Gestaltungselement. Doch nicht nur der Kern des Holzes interessiert den Bildhauer: mit Latexabformungen grober Baumrinden, „Skins“ genannt, erzeugt er fließende plastische Körper.
Klaudia Stöckl, deren Atelier auf einem buccolischen Bauernhof in Allhartsberg liegt, ist mit großformatigen Papierarbeiten vertreten. Ihre Auseinandersetzung mit Natur manifestiert sich in starken, expressiven Bildern, die einen Spaziergang im Wald auf eine abstrakte Ebene transponieren. In erdigen Farbtönen gehalten, untersucht sie in Bildserien das Verhältnis von Farbmaterial und grafischen Strukturen. Wer sich mit ihr auf eine Entdeckungsreise durch die „Terra Incognita“ (so der Titel der Reihe) begibt, erlebt subtile Farbzeichnungen.
Konkrete Berührungspunkte finden die AusstellungsbesucherInnen in der konzentrierten Form einer annähernd eckigen schwarzen Fläche: als Farbterrain bei Klaudia Stöckl und als Baumhaut bei Robert Puczynski. Die Ausstellung wird am Freitag, 8. Juni 2012, 19 Uhr im Rahmen des Ausstellungsprogramms von Kunstbank Ferrum – Kulturwerkstätte, musikalisch begleitet durch Barbara Haider statt.
Stadtgalerie Waidhofen/Ybbs, Oberer Stadtplatz 32, 3340 Waidhofen/Ybbs
Ausstellung geöffnet von 9. Juni bis 1. Juli 2012
Fr 16-19 Uhr, Sa 10-13 Uhr, So 15-18 Uhr
Aussender: Verein Kunstbank Ferrum – Kulturwerkstätte, Oberer Stadtplatz 32, 3340 Waidhofen, ZVR 656760738, http://kunstbank.waidhofen.at , kunstbank-ferrum@kulturmanager.at