Am Freitag, den 15. Juni 2012 eröffnet die Galerie grenzART um 20 Uhr die Gemeinschaftsausstellung „Heimat“. Bei der Vernissage wird wiederum ein Original verlost und das Weingut Familie Maringer aus Ottenthal präsentiert seine Weine. Die Eröffnung erfolgt von Erwin Wögenstein. Die Ausstellung ist bis 8. Juli jeweils donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Teilnehmende Künstler:
Christine A. Eichinger, Christian Eichinger, Egidius Golob, Christine Krapfenbauer-Cermak, Veronika Küssel, Norbert Maringer, Walter Maringer, Norbert Mayerhofer, Robert Petschinka, Renate Polzer, Hanna Scheibenpflug, Franz Seitl, Gudrun Seitl, Leo Stopfer, Marie Anna Stressler, Ljubo Tobolar, Agnes Waldstein.
17 Aussteller präsentieren ihre künstlerische Position zum Thema. Von „heimatverliebt“ bis „liebevoll zynisch“. Gezeigt wird Malerei, Grafik, Plastik, Installation. „Heimat“– ein kurzes Wort, und anscheinend sehr in Mode, emotional gesättigt für viele, bedeutungslos nur für wenige. Klischeebehaftet, genutzt, benutzt, gebraucht, missbraucht. Ist „Heimat“ überhaupt noch zeitgemäß? Im Zeitalter der Globalisierung, wo man doch ohnehin überall „daheim“ sein kann. Ist Heimat also nur was für unflexible Menschen?
Oder nur eine Frage des Alters? Eine Frage des guten oder schlechten Geschmackes? Wie schmeckt oder riecht Heimat? „Heimatfilm“ und „Heimatlied“ sagen: picksüß. Heimatlose meinen: bitter. Mit „Heimat“ im Namen wird verkauft: Vereine, Baugenossenschaften, Dienstleister verwenden den Begriff, weil er so schön emotional klingt. Trachtenmode geht neuerdings auch wie die warme Semmel - Heimat zum Anziehen.
Zitate einiger Aussteller über ihren Heimat-Zugang:
„Heimat ist für mich dort, wo andere meine Gewohnheiten teilen“ (Hanna Scheibenpflug)
„Heimat kann auch ein Mensch bedeuten, mit gleichen Lebenszielen und gleicher Lebenseinstellung.“ (Renate Korinek)
„Heimat ist für mich dort, wo ich unter Menschen bin, die interessant sind, deren Sprache ich verstehe, wo beiderseitiger Respekt besteht, mit denen ich mich austauschen kann, bei denen ich mich wohl fühle …“ (Christine A. Eichinger)
„Mein Zugang zum Heimatbegriff ist und war nie ein geografischer. Heimat ist für mich überall, wo ich "ICH" sein kann...
...aber auch ein imaginäres oder momentanes Land oder eine Region, in der ich mich im Einklang mit der Natur und dem Umfeld befinden kann.“ (Norbert Mayerhofer)
SONDERVERANSTALTUNGEN
„Heimat - das Projekt“ Ergänzung der Künstlerausstellung durch ein Projekt/Event von Josef Widl in der Galerie grenzART. Den Anspruch der verschiedenen Bevölkerungsschichten auszudrücken und die Veränderung von Heimat anschaulich zu dokumentieren ist Sinn und Inhalt vom Event Heimat. 35 Gruppen, Organisationen und Behörden gestalten Tafeln zum diesem Thema. Auf einer großen Fläche - 280 x 210 cm - werden diese Tafeln auf- und übernagelt. Dadurch verändert sich ständig das Gesamtbild Heimat. Zwischen dem 16. Juni und dem 8. Juli finden diese Aufnagelaktionen statt. Dazwischen lesen Vortragende von Heimattexen Literatur und selbst Verfasstes. Nähere Infos und das Programm werden noch rechtzeitig zur Verfügung gestellt.
Freitag, 29. Juni 2012, 20.00 Uhr in der Galerie grenzART
Präsentation der Zeitschrift "#10 Heimat" (Themenausgabe der internationalen Zeitschrift für Literatur und Kultur des Driesch-Verlages)
Aussender / Infos: Galerie grenzART, 2020 Hollabrunn, Koliskoplatz 6, office@grenzart.org , www.grenzart.org