Peter Steiners neuer Roman beschreibt in feinen Nuancen die Beziehung zweier älterer Menschen, die Krisen durchlebt haben, aber einander dennoch für immer verbunden sind.
Der neue Roman des aus Baden stammenden Autors Peter Steiner über Freud und Leid eines gemeinsam gealterten Ehepaares im Lichte einer plötzlichen Lebensbedrohung der Frau gegen Ende eines höchst abenteuerlichen Lebens.
Sechs Tage zwischen der Entdeckung einer möglicherweise tödlichen Krankheit im Kopf von Lena und der Operation. Sechs Tage der Befürchtungen und Hoffnungen. Sechs Tage rätselnder Ärzte und Krankenhausroutine verwoben mit Erinnerungen aus dem langen gemeinsamen Leben.
Während des Ungarnaufstandes von 1956 hatten die jungen Studenten einander in Wien kennengelernt. Fünfzig gemeinsame Jahre folgten, begleitete Lena mit ihren Kindern Simon auf dessen abenteuerlichen Lebensweg, der als Bauingenieur auf Großbaustellen in der sogenannten Dritten Welt begann, als Schatzsucher für einen risikofreudigen Investor in die entlegendsten Winkel der Welt führte, um zuletzt in der Abgeschiedenheit eines stillgelegten Bauerngehöfts in den Smokey Mountains und einer Kleinstadt in der Nähe von Wien, der Geburtsstadt Simons, in einen ruhigeren Rhythmus überzugehen. Der wird nun durch die „Raumforderung“ in Lenas Kopf plötzlich unterbrochen. Für immer?
Eine ergreifende Geschichte, erzählt in mitreißender, bildhafter Sprache - Steiners Markenzeichen - als sei es seine eigene Geschichte, das könnte, wer den Autor und seinen Lebensweg kennt, denken. Und doch ist es ein Roman, Literatur, Literatur der besten Art, die es wert ist, das Buch zur Hand zu nehmen und zu lesen.
Das Buch ist im Otto Müller Verlag erschienen. Es besteht die Möglichkeit das Buch nach der Lesung zu kaufen und vom Autor signieren zu lassen.
Peter Steiner, geboren 1937 in Baden bei Wien, österreichischer Autor, schreibt Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten und Hörspiele. Seit der Veröffentlichung seines Erstlings „Der Brunnen des Columbus“ (Wieser Verlag, 1992) sind weitere zehn Bücher erschienen, die Steiner als eigenständigen Vertreter einer vor allem im angelsächsischen Raum mit Autoren wie Bruce Chatwin und Paul Theroux bekanntgewordenen Richtung zeitgenössischer Literatur auszeichnen. Der ursprünglich aus der Wissenschaft kommende Autor (Dr. phil. der Universität Wien, wo er 1965 mit einer Arbeit über die Geologie der Kalkalpen dissertierte) wandte sich erst nach einer weltweiten Karriere als Geologe und Erzprospektor dem Schreiben zu und vereint in einer präzisen poetischen Sprache landschaftliche und kulturelle Eigenheiten ferner Landstriche mit allgemein menschlichen Themen. Peter Steiner lebt heute wieder in seiner Geburtsstadt.
Dienstag, 19.Juni 2012, 19.30 Uhr
Haus der Kunst, Kaiser Franz Ring 7, 2500 Baden
Eintritt frei! Im Anschluss kleines Buffet.
Aussender: Fischer Gabi, Stadtgemeinde Baden, Abteilung Kultur, Hauptplatz 1, 2500 Baden, Tel 02252/86 800 – 231, Fax 02252/86 800 – 407, gabi.fischer@baden.gv.at