Elmar Trenkwalders (* 1959) künstlerisches Schaffen als Zeichner und Bildhauer weist verschiedenartige Bezüge zu vergangenen Epochen und Stilen sowie unterschiedlichen Kulturen auf. Seine monumentalen Keramikskulpturen erinnern in ihrer Struktur etwa an prunkvolle Barock- und Rokokoarchitekturen wie auch an indische Tempelkonstruktionen. Bei der Nahsicht erweisen sich die von Ornamenten überbordenden Formationen, die sich durchaus Aspekten der Wirklichkeit bedienen, jedoch nicht als „Heiligenschreine“, sondern als utopische Bilderkosmen, deren Gestalten aus einer Welt des Unterbewussten und Traumhaften zu stammen scheinen. In diesem Spannungsverhältnis verschmelzen die architektonischen und gegenständlichen Gebilde auf bizarre Weise mit biomorphen Formen aus der Natur, in denen vegetabile Wucherungen und rocaillenartige Versatzstücke ebenso vorkommen wie ins Groteske verzerrte menschliche Körperfragmente.
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