Die Zeitreisen am Oberleiser Berg gehen in den Höhepunkt der Saison. In der Epoche der Babenberger Markgrafen und Herzöge wurde Oberleis vom vormals ungarischen Grenzstreifen zum integralen Bestandteil der Marcha Austriae. Der Weg dorthin war turbulent.
Epoche der Babenberger: 240 Jahre, zwölf Herrschernamen, davon sechs Leopolde, zwei Heinrichs, zwei Friedrichs sowie je ein Ernst (der Tapfere) und ein Adalbert (der Siegreiche). Letzterer trug im Jahr 1034 entscheidend dazu bei, dass Oberleis „österreichisch“ wurde. Zuvor aber gab es noch diplomatische Verwicklungen um einen Pilger namens Koloman, die den Markgrafen Heinrich in Erklärungsnotstand brachten. Unter Leopold III. (dem Heiligen) jedoch zeigte sich der Frühling des Mittelalters von seiner schönsten Seite.
Epoche der Ungarn: Sie nahmen das Land vor den Babenbergern in Besitz und bemühten sich nach ihrer Niederlage bei Augsburg um dessen Absicherung (die Gaubitsch-Linie). Ein Streit um den ungarischen Königsthron, in den ein Schwager Adalberts verwickelt war, führte jedoch zur Entscheidung – die Ungarn gewannen eine Schlacht, verloren aber einen Krieg. Und auch in den folgenden Jahrhunderten sollte es immer wieder zu Konflikten zwischen ungarischen Königen und österreichischen Herzögen kommen. Und wenn dann auch noch der König von Böhmen mitmischte, lag Oberleis zwangsläufig nicht weit entfernt von der Hauptkampflinie. Erfahren Sie mehr über diese spannende Zeit!
Termine:
05. August: Epoche: Ungarn, Oberleis und die rätselhafte Gaubitsch-Linie
Beide Führungen beginnen um 16 Uhr, Treffpunkt ist das Platzerl vor der Wallfahrtskirche Maria Oberleis. Die Führungen finden bei jedem Wetter statt und dauern je rund 100 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Teilnahme: freie Spende.
Aussender / Infos: Dieter Groß, Zeitreisen – Medienstrategien, Franz-Schiffner-Gasse 1, 2115 Ernstbrunn, Tel 0650/270 260 5, diego.media@aon.at , www.leiserbote.at