Was sagt ein Bild? Wie funktionieren die visuellen „codes“, die unsere Botschaften transportieren? Was spielt sich auf dem „Kampfplatz“ der großen Ideen und ihrer Bildprogramme ab? – Die Kulturbrücke fragt nach den bedeutungsvermittelnden Eigenschaften von Bildwerken und beleuchtet deren Gebrauch und Missbrauch im Spannungsfeld konträrer öffentlicher Interessen.
IMPULSREFERAT HERBERT HOPFGARTNER
Der Mensch als „vereinzelter Masseneremit“ (Günther Anders) flüchtet sich in die vorgegaukelte Objektivität der Nachrichtenwelt und in eine vorgefertigte, stereotype Unterhaltungs-Maschinerie, die das Lachen ihres entmündigten Publikums gerne aus der Tonkonserve einspielt. Mag. Dr. Dr. Herbert Hopfgartner legt dar, wie immer neue Informationen dem Konsumenten Urteilsfähigkeit und Machtzuwachs suggerieren, während in Wahrheit dessen Abhängigkeit und Ohnmacht größer werden.
GLANZ UND ELEND DER NEUEN MEDIEN: VORTRAG OTTO NEUMAIER
Menschen entwickeln Medien als Werkzeuge, um zwischen sich und ihrer Umwelt zu vermitteln, und zwar auf eine Weise, die in Hinblick auf bestimmte Ziele effizienter ist als ihre natürliche Ausstattung. Mithin bietet die Entwicklung neuer Medien prinzipiell Möglichkeiten, die uns von Natur aus nicht zur Verfügung stehen. Zugleich besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Medien verselbständigen. Univ. Prof. Dr. Otto Neumaier lehrt an der Universität Salzburg Philosophie, wobei er sich hauptsächlich mit Ethik, Ästhetik und Anthropologie beschäftigt.
STATEMENT STEPHAN TEICHGRÄBER
Walter Benjamin weist darauf hin, dass die Bilder erst durch den Text, der ihnen zugeordnet wird, sprechen können. Eine durchaus zu bestreitende These. Vilém Flusser führt nun den Begriff des technischen Bildes ein, um den Unterschied zwischen Tafelbild und Fotografie und den Bildern des Fernsehens, des Videos und des Internets hervorzuheben.
AUSSTELLUNG: TREFFPUNKT CHATROOM
Wer die technische Entwicklung verschläft, verliert seine Daseinsberechtigung in der Community, wobei die aktiven Mitglieder möglichst exhibitionistische Neigungen, die Gäste eher voyeuristische Vorlieben ausleben dürfen oder müssen. Wie werden Jugendliche damit fertig? - Schüler bedienen sich des konventionellen Mediums „Zeichnung“, um ihren Umgang mit den neuen Medien darzustellen.
LESUNG MICHAL HVORECKY: TOD AUF DER DONAU
Der bekannte slowakische Autor Michal Hvorecký liest aus seinem neuen Roman (Übersetzung von Michael Stavaric). In diesem grotesken Ship-Movie verknüpft er die Geschichte Mitteleuropas mit persönlichen Schicksalen und zeichnet das Bild einer Generation, die wie Nomaden durch die Länder zieht, auf der Suche nach Arbeit, Erfüllung und Heimat.
VOM MONUMENT ZUM MOMENT – GEHEIM
PETER HAAS
Ausstellung Veronika Steiner geöffnet!
Tagesverantwortung und Moderation: Herbert Hopfgartner in Zusammenarbeit mit Andrea Schock und Stephan Teichgräber.
Aussender: Christa Binder, Kulturbruecke Fratres, Mobil 0664/39 44 811